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Heizölpreise auf Richtungssuche

Heizölinteressenten müssen heute Vormittag bis zu 0,35 Cent mehr pro Liter einplanen und profitieren dennoch von den tendenziell günstigsten Heizölpreisen seit Wochen. Der Ölmarkt wartet derweil auf klare Richtungsimpulse. Es gibt sowohl auf der Ölangebots- als auch Nachfrageseite starke Unsicherheitsfaktoren, welche die Preise in die eine oder andere Richtung beeinflussen könnte.

Der Euro und die Rohölsorten Brent und WTI stagnieren auf den Vortageswerten von 1,15 Dollar, 68 Dollar Fass und 66 Dollar pro Fass. ICE Gasoil folgt derweil einem leichten Aufwärtstrend und steigerte sich bereits auf 686 Dollar pro Tonne.

Der Ölmarkt ist gefangen zwischen den Spekulationen auf eine rückläufige Weltwirtschaft und damit sinkende Ölnachfrage, Angebotsüberschüssen wie z.B. durch die OPEC+ sowie US-amerikanischen Zoll- und Sanktionsdrohungen, welche den Markt in die ein oder andere Richtung treiben könnten.
Laut den Analysten der Investmentbank JPMorgan besteht ein hohes Risiko auf eine Rezession in den USA. Hintergrund ist die sinkende Nachfrage nach Arbeitskräften. Währenddessen verkündete Chinas Politbüro, dass es keine weiteren wirtschaftlichen Lockerungsmaßnahmen geben wird. Stattdessen wird der Fokus auf strukturelle Reformen umgelenkt. Dies wird vom Ölmarkt als negativ für die Ölnachfrage gewertet.
Die OPEC+ erhöhte derweil die Förderquoten für den kommenden Monat um signifikante 547.000 B/T. Damit hat das Ölförderkartell diese freiwilligen Kürzungen in Höhe von rund 2,5 Mio. B/T rund ein Jahr früher aufgehoben als ursprünglich geplant.
Derweil droht die USA diesen Überschuss durch ihre derzeitige Russlandstrategie im für die Angebotsseite negativen Sinne auszugleichen. Sollte Russland bis zum kommenden Freitag keine ernsthaften Friedensbemühungen mit der Ukraine vorweisen können, wollen die USA das Land mit härteren Sanktionen und Zöllen belegen. Zusätzlich drohen die USA auch Käufern russischen Öls mit Sanktionen und Zöllen. Besonders Indien steht hier im Fokus der größten Wirtschafts- und Militärmacht der Welt. Indien empfindet das US-amerikanische Vorgehen als ungerecht und schwört seine ökonomischen Interessen zu verteidigen. Der potentielle Wegfall russischen Öls vom Weltmarkt würde wahrscheinlich Ölpreis treibend wirken. Derweil würden die US-amerikanischen Sanktionen und Zölle die Weltwirtschaft und damit die globale Ölnachfrage weiter schwächen.

Die Heizölnachfrage liegt heute Vormittag bei rund dem doppelten des jahreszeitüblichen Durchschnitt. 
Heute Vormittag sank der durchschnittliche Heizölpreis pro Liter in Österreich um 0,1 Cent. Zusätzlich sank er gestern um 0,8 Cent pro Liter. In Österreich hat sich damit der beste Kaufzeitpunkt seit Mitte Juni 2025 gebildet. Derweil müssen Heizölinteressenten in Deutschland heute Vormittag 0,2 Cent mehr pro Liter einplanen.
Trotz des tendenziell kleinen Heizölpreisanstiegs profitieren Heizölnutzer heute Vormittag von den nahezu besten Preisen der letzten anderthalb Monate. Spekulanten können auf den Ausgang des US-amerikanischen Ultimatums gegen Russland spekulieren. Es könnte sein, dass die erhöhte OPEC+-Produktion den potentiellen Wegfall des russischen Öls vom Weltmarkt kompensiert und nur der Ölnachfrage drückende Faktor der schrumpfenden Weltwirtschaft und damit Ölnachfrage übrigbleibt. Dies erfordert allerdings eine hohe Risikobereitschaft und ist alles andere als sicher. 


Börsendaten:
Dienstag 05.08.2025 - 10:08 Uhr Schluss Vortag 04.08.2025 Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 68,47 $ pro Barrel 68,68 $ pro Barrel -0,31%
Gasöl 685,00 $ pro Tonne 683,00 $ pro Tonne +0,29%
Euro/Dollar 1,1544 $ 1,1568 $ -0,21% (etwas schwächer)
USD/CHF 0,8095 CHF 0,8078 CHF +0,21% (etwas fester)


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