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Überhitzte Heizölpreise beruhigen sich

Das Gerücht, Russland könnte von den Produktionsquoten der OPEC+ entbunden werden, bremste den gestrigen Höhenflug der Ölpreise kräftig aus. Bereits gestern deuteten sich damit schon Preisabschläge für heute an. Nach dem Auf geht es heute bei den Heizölpreisen wieder 3-4 Cent je Liter runter.

Im Verlauf des gestrigen Handels blieb die Stimmung an den Börsen vorerst bullish. Am Montag einigten sich die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union auf ein Teilverbot russischen Öls und stimmten zu, bis zum Ende dieses Jahres 90 Prozent der Ölimporte aus Russland zu reduzieren. Das Teil-Embargo wird nach der Verabschiedung den schrittweisen Rückzug von russischem Öl innerhalb von sechs Monaten und von raffinierten Produkten über einen Zeitraum von acht Monaten einleiten. Davon ausgenommen ist allerdings Pipeline-Öl, als Zugeständnis an Ungarn, die Slowakei und Tschechien. Als Reaktion auf das Embargo warnte die Internationale Energieagentur (IEA) vor Versorgungsproblemen. Diese würden schon kurzfristig spürbar sein, wenn in Europa und den USA die Urlaubssaison startet. Vor allem im Sommer steigt die Nachfrage nach Diesel, Benzin und Kerosin mit dem erhöhten Reiseaufkommen, weshalb die Länder nicht nur auf Rohöl, sondern auch auf Rohölprodukte angewiesen sind. Im späteren Handelsverlauf konnte sich dann aber ein bearisher Impuls durch die Bullen boxen. Gerüchte über einen möglichen Ausschluss Russlands aus der OPEC+ Produktionspolitik machten die Runde und zwangen die Öl-Notierungen zur Kehrtwende. Demnach wollen einige OPEC-Länder mit der Vorbereitung für eine Erhöhung der Fördermenge beginnen. Russland als sanktioniertes Land könne dann, mit Zustimmung, die Ausnahme von den Produktionsquoten beantragen. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte kostete heute Morgen 115,60 US-Dollar, das Fass der US-Sorte WTI notierte bei 114,80 US-Dollar.

Angesichts der Öl-, Gas- und Stromkrise gelten ab heute und bis einschließlich August die beschlossenen Steuersenkungen der deutschen Bundesregierung. Mit dem Maßnahmenpaket soll den hohen Energiekosten entgegengewirkt werden. So wird es neben einer Energiepauschale in Höhe von 300 Euro (steuerpflichtig), die im September/Oktober über die Lohnabrechnung ausgezahlt wird, auch Steuersenkungen auf Kraftstoffe geben. Das Tanken wird also billiger. Ein Liter Diesel vergünstigt sich in einem steuertechnischen Optimum um ca. 17 Cent, Benzin um ca. 35 Cent. Vorausgesetzt die Vergünstigung kommt im vollen Umfang an der Zapfsäule und letztendlich beim Verbraucher an. Auch werden viele Tankstellen zum heutigen Startschuss noch alte Preise ausweisen. Das ist dem Umstand geschuldet, dass es nicht wenige Tankstellenbetreiber gibt, die in ihren Erdtanks noch voll versteuerte Kraftstoffe lagern. Erst nach dem Abverkauf des teuren Sprits kann also der steuergesenkte Kraftstoff eingekauft und die Vergünstigungen an die Autofahrer weitergegeben werden. Es bedarf also noch etwas Geduld. Doch wie der deutsche Poet Novalis schon sagte: „Die echte Geduld zeugt von großer Elastizität. 


Börsendaten:
Mittwoch 01.06.2022 - 12:55 Uhr Schluss Vortag 31.05.2022 Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 117,18 $ pro Barrel 122,84 $ pro Barrel -4,61%
Gasöl 1.247,75 $ pro Tonne 1.220,75 $ pro Tonne +2,21%
Euro/Dollar 1,0718 $ 1,0731 $ -0,12% (konstant)
USD/CHF 0,9620 CHF 0,9586 CHF +0,35% (etwas fester)



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