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Steigende Gaspreise ziehen den Heizölpreis nach oben

In der D-A-CH-Region steigen die Preise im Schnitt um 0,1 Cent pro Liter Heizöl. Die vom Markt erwarteten realen Fördermengensteigerungen der OPEC+ für Februar 2022 liegen weit unter den angekündigten 400.000 B/T. Der erneut anziehende Gaspreis treibt den Heizölpreis erneut nach oben.

Zwar hat die OPEC+ angekündigt ihre Fördermengen auch im Februar 2022 um 400.000 B/T anzuheben, preissenkende Effekte blieben allerdings aus. Der Markt hatte mit dieser Entscheidung gerechnet und diese bereits eingepreist. Da allerdings in den letzten Monaten mehrfach dieses selbst gesetzte Ziel nicht erreicht wurde, besteht Sorge, dass dies auch diesmal wieder der Fall sein wird. Zusätzlich gab es keine Regelungen die zum Beispiel den Mitgliedsländern, die noch Kapazitäten für höhere Förderquoten haben, erlauben die ungenutzten Quoten der anderen Länder zu nutzen. Für den kommenden Februar erwarten Analysten deshalb eine reale Steigerung der Fördermengen des Bündnisses um ca. 250.000 B/T.

Preissteigernd für Heizöl wirkt wieder einmal der Gaspreis. Nach den warmen Tagen zum Jahreswechsel in Europa werden nun kalte Tage auf dem Kontinent erwartet, was die Nachfrage und den Preis steigert. Die Ostküste der USA leidet ebenfalls unter sehr kalten Temperaturen, weshalb voraussichtlich weniger Gas exportiert wird und somit auf Angebotsseite weniger Gas zur Verfügung steht, bei höherer globaler Nachfrage. Auch in Asien ist die Nachfrage nach Gas, Kohle und Co. hoch. In Indonesien beispielsweise wurde ein Ausfuhrverbot für Kohle für den aktuellen Januar erlassen. Das Land benötigt den Rohstoff aufgrund mehrerer Stromausfälle selbst.

Ebenfalls preissteigernd wirkt sich aus, dass bereits seit zwei Wochen kein Gas aus der Jamal-Pipeline Richtung Deutschland gesandt wird. Stattdessen sind die Lieferungen rückläufig und Deutschland sendet Gas nach Polen und in die Ukraine. Die hiesige Gasknappheit liegt laut dem russischen Präsidenten einerseits daran, dass die deutschen Importeure ihre vertraglichen Mengen bereits erhalten und keine neuen bestellt haben. Außerdem weist er darauf hin, dass die deutschen Gasimporteure das eingekaufte Gas nach Polen und in die Ukraine weiterverkaufen und sich so ein hausgemachtes Problem bei der Gasversorgung in Deutschland generiert haben.

In der D-A-CH-Region reagieren die Heizölpreise bereits auf die neuen Steigerungen bei den Gaspreisen. 

Börsendaten:

Mittwoch 05.01.2022 - 10:28 Uhr Schluss Vortag 04.01.2022 Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 79,84 $ pro Barrel 80,16 $ pro Barrel -0,40%
Gasöl 689,50 $ pro Tonne 692,50 $ pro Tonne -0,43%
Euro/Dollar 1,1302 $ 1,1284 $ +0,16% (konstant)
USD/CHF 0,9150 CHF 0,9153 CHF -0,03% (konstant)

alle Angaben ohne Gewähr

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