Der Heizölpreis in der D-A-CH-Region ist im Vortagesvergleich um durchschnittlich 0,1 Cent pro Liter gesunken. Der Wochenbericht des API gibt keinen klaren Richtungsimpuls für den Rohöl- und damit Heizölpreis. Laut dem Monatsbericht der IEA könnte bereits in diesem Monat der erwartete Angebotsüberschuss eintreten.
Nach dem die Rohölpreise im Verlaufe des gestrigen Tages leicht gefallen sind, startet der heutige Tag wieder mit einer Informationslage die klare Richtungsimpulse vermissen lässt. Der gestern veröffentlichte Bericht des US American Petroleum Institute (API) gibt beispielsweise an, dass die Rohölvorräte der USA letzte Woche weit weniger stark gefallen sind als erwartet und es im Zentrallager in Cushing erneut signifikante Aufbauten gab. Erwartet hat der Markt, dass die Rohölvorräte der US um 2 Mio. Barrel sinken würden, tatsächlich waren es allerdings nur 0,8 Mio. Barrel. Zusätzlich sind die Bestände im Zentrallager in Cushing um signifikante 2,3 Mio. Barrel gestiegen. Dies würde sich preissenkend auswirken, gäbe es nicht die unerwarteten Abbauten bei den Destillaten, zu denen auch Heizöl gehört und den weniger als erwartet gestiegenen Vorräten bei Benzin, welche preissteigernd wirken.
Der Bericht der Internationalen Energy Agency (IEA) deutet mittelfristig reduzierte Heizölpreise an. Zwar sieht auch dieser Bericht, ähnlich dem der OPEC+, nur einen leichten bis moderaten Einfluss der neuen Corona-Variante auf die Ölnachfrage, was die Preise steigen lassen könnte. Auf der anderen Seite geht der Bericht davon aus, dass der für Anfang 2022 erwartete Angebotsüberschuss bereits in diesem Monat beginnen könnte, was die Preise unter anderem für Heizöl günstiger machen würde. Das erwartete Überangebot könnte sich laut dem Bericht bis in das zweite Quartal 2022 ziehen.
In der D-A-CH-Region erwartet Heizölinteressenten am heutigen Vormittag eine willkommene kleine Preisreduktion. In Deutschland zahlen Käufer im Vergleich zum Vortag durchschnittlich 0,1 Cent weniger pro Liter Heizöl. In Österreich sparen Heizölkäufer noch etwas mehr mit im Schnitt 0,15 Cent Nachlass pro Liter. Die Schweizer wiederum starten neutral in den Tag und müssen im Blick behalten, ob zur frühen Mittagszeit die reduzierten Rohölpreise an sie weitergegeben werden.
Die Nachfrage nach Heizöl bleibt stabil. Zwar reicht sie nicht an die vergangenen zwei Wochen heran, bewegt sich allerdings im Durchschnitt der diesen vorangegangenen Wochen. Heizölinteressenten, die aktuell noch Heizöl benötigen, sollten überlegen nun zu kaufen, da der Heizölpreis im Verhältnis der vergangenen Monate günstig ist und aktuell keine kurzfristigen und klaren Richtungsimpulse für einen starken Preisrückgang vorhanden sind.
Börsendaten:
| Mittwoch 15.12.2021 - 10:29 Uhr | Schluss Vortag 14.12.2021 | Veränderung zum Vortag | |
|---|---|---|---|
| Rohöl Brent Crude | 73,13 $ pro Barrel | 73,64 $ pro Barrel | -0,69% |
| Gasöl | 640,50 $ pro Tonne | 644,25 $ pro Tonne | -0,58% |
| Euro/Dollar | 1,1275 $ | 1,1264 $ | +0,10% (konstant) |
| USD/CHF | 0,9237 CHF | 0,9236 CHF | +0,01% (konstant) |
alle Angaben ohne Gewähr |