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Russland droht EU mit Gas-Stopp

In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind die Heizölpreise im Vortagesvergleich um durchschnittlich 0,6 Cent bzw. Rappen pro Liter gestiegen. Russland droht der EU neben Polen und Bulgarien weiteren unspezifizierten Ländern den Gashahn zuzudrehen. Der Bericht des DOE zeigt historisch niedrige Destillatbestände in den USA.

Die Rohölsorten WTI und Brent haben im Vergleich zu gestern etwas im Preis nachgegeben, halten sich aber beide stabil über der psychologisch wichtigen 100 Dollar pro Fass Marke. Ein Fass der US-amerikanischen Marke WTI wird aktuell mit 101,54 Dollar pro Fass, einem Minus von 0,59 Prozent, gehandelt. Die Nordseesorte Brent wird derzeit mit 104,70 Dollar pro Barrel, einem Minus von 0,43 Prozent, gehandelt. Der Euro hat im Vergleich zum Dollar weiter nachgelassen und nähert sich nach unten der Grenze von 1,05 Dollar an. Aktuell wird ein Euro mit 1,0521 Dollar, einem Minus von 0,33 Prozent, gehandelt.

Nachdem gestern bereits die Erdgaslieferungen nach Polen und Bulgarien ausgesetzt wurden, droht Russland nun damit weiteren EU-Mitgliedern die Lieferungen einzustellen. Ziel Russlands ist es, dass die EU-Staaten sich erpressen lassen und die Lieferungen in Rubel bezahlen. Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen weist jedoch darauf hin, dass dies ein Verstoß gegen die EU-Sanktionen darstellen würde. Zusätzlich sollen Polen und Bulgarien ihr Erdgas nun aus anderen EU-ländern erhalten. Christian Lindner, der deutsche Bundesfinanzminister gibt derweil an, dass es keine Anzeichen für einen Stopp russischer Gaslieferungen nach Deutschland gäbe.

Preistreibend wirkt sich ebenfalls der Bericht des US-amerikanischen Department of Energy (DOE) aus. Da viele europäische Staaten von russischen Energieprodukten auf US-amerikanische umschwenken, sind die Destillatbestände, zu denen auch Heizöl gehört, in den USA auf den niedrigsten Stand seit 2008 gesunken. Auch bei den Benzinbeständen kam es zu abbauten, wenngleich sich hier das Tempo des Abbaus verringert hat.

In der D-A-CH-Region sind die Heizölpreise in der Regel gestiegen im Vortagesvergleich. Zwar sind die Heizölpreise in der Schweiz im Vortagesvergleich um 1,1 Rappen im Schnitt gesunken, auf der anderen Seite sind die Preise von Dienstag zu Mittwoch um durchschnittlich 6,7 Rappen pro Liter gestiegen. In Deutschland und Österreich sind die Heizölpreise pro Liter im Schnitt um 1,75 bzw. 1,15 Cent gestiegen.

Die Anzahl der Heizölbestellungen ist gestern um ca. zehn Prozent gesunken. Trotz der sich stark erhöhenden Preise blieb der Bedarf hoch. Tendenziell sind die Heizöltanks in der D-A-CH-Region ungewöhnlich niedrig befüllt für die aktuelle Jahreszeit. Deshalb bleibt die Nachfrage trotz der wieder stark steigenden Preise hoch. Noch ist allerdings unklar, ob wir wieder in einen Aufwärtstrend rutschen oder es sich nur eine Spitze des bisherigen volatilen Heizöltrends handelt. 


Börsendaten:
Donnerstag 28.04.2022 - 10:38 Uhr Schluss Vortag 27.04.2022 Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 105,11 $ pro Barrel 105,15 $ pro Barrel -0,04%
Gasöl 1.169,75 $ pro Tonne 1.183,25 $ pro Tonne -1,14%
Euro/Dollar 1,0539 $ 1,0553 $ -0,13% (konstant)
USD/CHF 0,9696 CHF 0,9680 CHF +0,17% (konstant)


4-Wochen-Prognose
Rohöl leicht steigend
Heizöl leicht steigend

alle Angaben ohne Gewähr
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