Zum Start in die neue Woche ziehen die Rohöl-Notierungen wieder an und das kommt auch im Inland an. Heizöl verteuert sich spürbar, nachdem die Hoffnung auf ein schnelles Abkommen zwischen den USA und dem Iran über das Wochenende ins Stocken geraten ist. Zudem stützen neue Angriffe zwischen den USA und dem Iran.
Am Markt hatte man zuletzt stark darauf gesetzt, dass ein Deal kurz bevorsteht. Tatsächlich liegt ein Entwurf auf dem Tisch. Darüber wurde bereits in der vergangenen Woche intensiv gesprochen, unter anderem in direkten und indirekten Kontakten über Vermittler wie Pakistan. Am Wochenende ging der Austausch weiter, beide Seiten haben erneut Änderungsvorschläge eingebracht und damit die Stimmung an den Börsen gehoben.
Doch vor allem zwei Punkte bremsen den Fortschritt in den Friedensverhandlungen. Washington will beim iranischen Atomprogramm nachschärfen und fordert klare Einschränkungen beim hoch angereicherten Uran. Teheran wiederum stellt die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte in den Mittelpunkt und macht sie zur Voraussetzung für weitere Schritte. Eine endgültige Entscheidung, die US Präsident Trump angekündigt hatte, ist ausgeblieben.
Im Hintergrund der Vermittlungen bleibt es angespannt. Am Wochenende kam es erneut zu Angriffen. Die USA griffen nach eigenen Angaben iranische Militärziele an, nachdem zuvor eine US Drohne über internationalen Gewässern abgeschossen worden war. Teheran meldete im Gegenzug Angriffe auf US Einrichtungen in der Region.
Neue Auswertungen von Satellitenbildern zeigen, wie weit sich der Konflikt inzwischen ausgedehnt hat. Seit Beginn der Kämpfe Ende Februar sollen rund 20 US-Militärstandorte in mehreren Ländern getroffen worden sein. Betroffen sind unter anderem Stützpunkte im Irak, in Jordanien sowie in den Golfstaaten wie den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar und Bahrain. Teilweise wurden dabei auch moderne Luftabwehrsysteme beschädigt.
Das Wochenende bot den Ölbullen genug Futter, um die Oberhand zu gewinnen und gestärkt in die neue Handelswoche zu starten. Und das sorgt für Bewegung an den Ölbörsen. Die Nordseesorte Brent klettert wieder in Richtung 94 US-Dollar, die amerikanische Ölsorte WTI kratzt an 90 US-Dollar und auch Gasöl legt deutlich zu.
Nach dem Rückgang zum Wochenschluss geht es damit auch bei Heizöl wieder nach oben. Im bundesweiten deutschen Schnitt liegt der Preis aktuell bei knapp 1,19 Euro je Liter. Gegenüber Freitag ergibt sich ein Aufschlag von etwa vier bis fünf Cent je Liter.
Ein Blick in die Regionen zeigt, wie weit die Spanne auseinandergeht. Während im Süden vielerorts noch Preise um 1,14 bis 1,15 Euro je Liter aufgerufen werden, liegt das Niveau im Norden deutlich darüber. In Schleswig Holstein oder Mecklenburg Vorpommern wird teilweise wieder die Marke von 1,25 Euro überschritten. Die Unterschiede bleiben damit klar sichtbar und bewegen sich weiterhin im Bereich von rund neun Prozent.
Auch über die Grenzen hinweg dreht die Tendenz wieder. In Österreich folgen die Preise den festeren Vorgaben vom Ölmarkt und legen zum Wochenstart ebenfalls zu.
Unterm Strich bleibt die Lage wechselhaft. Doch bilden sich, wie die letzte Woche gezeigt hat, immer wieder auch Preisrücksetzer. Zum Vorkriegsniveau liegen die Heizölpreise aktuell noch knapp 23 % drüber, haben im Vergleich zur Preisspitze im April aber ebenfalls schon 23 % abgearbeitet.
HeizOel24-Tipp: Wenn Sie bei der Lieferung zeitlich flexibel sind, kann sich das positiv auf den Preis auswirken. Ein größerer Lieferzeitraum erleichtert die Tourenplanung der Händler und wird häufig mit günstigeren Konditionen belohnt. HeizOel24
Börsendaten:
| Montag 01.06.2026 - 09:56 Uhr | Schluss Vortag 31.05.2026 | Veränderung zum Vortag | |
|---|---|---|---|
| Rohöl Brent Crude | 94,12 $ pro Barrel | 91,89 $ pro Barrel | +2,43% |
| Gasöl | 1.052,25 $ pro Tonne | 1.024,25 $ pro Tonne | +2,73% |
| Euro/Dollar | 1,1658 $ | 1,1658 $ | 0,00% (konstant) |
| USD/CHF | 0,7830 CHF | 0,7811 CHF | +0,24% (etwas fester) |
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