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Ölpreisentwicklung: Ruhig aber nicht langweilig

Die Ölpreisentwicklung ist auf einen volatilen Seitwärtstrend eingeschwenkt. Nach Kursgewinnen am gestrigen Tag geht es heute leicht abwärts. Die Heizölpreise in der DACH-Region reagieren unterschiedlich schnell auf die Börsenentwicklung und von Aufschlägen in Deutschland über keine Veränderung in Österreich bis hin zu leichten Abschlägen in Deutschland ist alles dabei. Insgesamt scheint es, als steuere der Heizölmarkt nach der hektischen Hauptbevorratungsphase im Oktober nun auf eine ruhigere Entwicklung zu. Viele Verbrauchertanks sind gut gefüllt und die Nachfrage nimmt – wie für die Jahreszeit üblich – langsam ab.

Die Ölpreise am Weltmarkt entwickeln sich im Vorfeld der OPEC-Sitzung am kommenden in einem stark schwankenden Seitwärtstrend. Auf gestrige Kursgewinne folgt heute ein Rückschlag und unter dem Strich verbleibt Rohöl (Brent) mit nunmehr 81,60 Dollar je Barrel über der 80-Dollar-Marke. Das für den Heizölpreis ausschlaggebende Gasöl notiert mit aktuell 815 Dollar je Tonne weiterhin komfortabel über 800 Dollar. US-Rohöl folgt mit rund 77 Dollar je Barrel. UNTER DEM Strich sind die Veränderungen beim Ölpreis gering. Etwas spannender ist es kurzfristig am Devisenmarkt. Der Euro nimmt Kurs auf die Marke von 1,10 Dollar und notiert auf dem höchsten Stand seit Mitte August. Die Inlandspreise im Euroraum werden durch den verbesserten Wechselkurs entlastet. Der Schweizer Franken zeigt dieselbe Tendenz.

Die Preisentwicklung am Ölmarkt passt damit zur Meldungslage. Abseits der großen preisbeeinflussenden Themen und im Vorfeld des langen Thanks-Giving-Wochenendes in den USA ist es zur Abwechslung erfreulich ruhig. Norwegen berichtet von einer gestiegenen Ölförderung im Oktober, der Irak bleibt hinter den eigenen Erwartungen zurück und bei den Terminkontrakten für Rohöl zeigt sich ein ausgeglichenes Bild. Rohöl zur Lieferung im Dezember hat in etwa denselben Preis wie der Januar Kontrakt. Noch vor kurzem gab es für Öl zur sofortigen Lieferung Aufschläge von mehreren Dollar, was für eine knappe Marktlage sprach.

Mit aktuellen Durchschnittspreisen von 1,08 Euro je Liter Heizöl in Deutschland, 1,23 Euro in Österreich und 1,16 Franken in der Schweiz verbleiben die Heizölpreise in Reichweite ihrer Drei-Monats-Tiefs. Verbraucher bietet sich damit eine relativ gute Bevorratungsgelegenheit. Die günstigste Marktphase zeigte sich 2023 zwischen Mai und Mitte Juli, wo Verbraucher in Deutschland den Liter Heizöl teils für unter 90 Cent beziehen konnten. Verglichen mit den beiden Vorjahren liegt das aktuelle Preisniveau in etwa in der Mitte. Ende November 2022 waren die Literpreise in Deutschland grob gerechnet 20 Cent höher, im November 2021 ca. 20 Cent niedriger. Bis zu Jahresendende ist die Heizölpreisentwicklung offen und eng an die geopolitische und wirtschaftliche Entwicklung geknüpft. Positive wie negative Überraschungen sind möglich, am wahrscheinlichsten ist jedoch ein Seitwärtstrend. 


Börsendaten:
Dienstag 21.11.2023 - 11:37 Uhr Schluss Vortag 20.11.2023 Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 82,15 $ pro Barrel 82,03 $ pro Barrel +0,15%
Gasöl 821,75 $ pro Tonne 821,25 $ pro Tonne +0,06%
Euro/Dollar 1,0951 $ 1,0941 $ +0,09% (konstant)
USD/CHF 0,8832 CHF 0,8842 CHF -0,11% (konstant)

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