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Ölpreis steigt – Friedensverhandlungen bisher ergebnislos

In Deutschland, Österreich und der Schweiz steigen die Heizölpreise im Vortagesvergleich um durchschnittlich 1,15 Cent pro Liter. In den ersten Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland kam es noch zu keinem Ergebnis. Die USA und mehrere andere Länder erwägen eine erneute zeitgleiche Freigabe von Teilen der strategischen Reserven der jeweiligen Länder in Höhe von 60 bis 70 Mio. Barrel.

Die gestrigen Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland haben noch zu keinem positiven Ergebnis geführt, was die Heizölpreise weiterhin stützt. Einziger Lichtblick ist, dass beide Seiten die Verhandlungen fortsetzen wollen. Allerdings werden beide Seiten vorerst die Ergebnisse der Gespräche von gestern analysieren. Eine weitere Eskalation bahnt sich dadurch an, dass es Gerüchte darüber gibt, dass der pro russische Staat Belarus, gelegen an der nördlichen Grenze der Ukraine, Truppen zur Unterstützung Moskaus in die Ukraine entsenden könnte. Dies könnte für den Kriegsausgang entscheidend sein, da die Ukraine aktuell voraussichtlich nicht auf alliierte Truppenverstärkungen hoffen kann.

Im Zuge der sich anbahnenden Versorgungsunsicherheit, bezogen auf Öl- und Gaslieferungen aus Russland, versuchen mehrere Ölkonsumierende Länder eine globale gemeinsame Freigabe von teilen der strategischen Ölreserven der jeweiligen Länder zu organisieren. Dies wurde unter anderem von der europäischen Union angegeben, die zukünftig ihre Abhängigkeit von russischen Importen reduzieren will. Die USA geben an erneut ca. 30 Mio. Barrel freigeben zu können, während die anderen Staaten gemeinsam ebenfalls auf eine solche Menge kommen könnten. Die Marktteilnehmer gehen allerdings von einem ähnlich geringen Effekt aus wie bei dem letzten durch die USA organisierten Versuch einige Monate zuvor. Sprich einen spürbaren Effekt auf den Ölpreis erwartet der Markt, wenn überhaupt nur in einem sehr kurzen Zeitfenster.

In der D-A-CH-Region steigen die Heizölpreise weiterhin. Da es global aktuell keine guten Nachrichten gibt, treibt der eskalierende Krieg in der Ukraine die Preise nach oben. Die Unsicherheit auf die Verfügbarkeit russischen Gases und Öls steigt. Händler vermeiden den Kauf russischen Öls um ggf. nicht auf Sanktionsbedingten Schäden sitzen zu bleiben. Dies treibt die Preise aller anderen Ölsorten in die Höhe. Zusätzlich wird Öl weiterhin von vielen Industrien als Ersatz für Gas genutzt, so dass sich das Angebot noch weiter verknappt. In Deutschland zahlen Heizölinteressenten deshalb im Vortagesvergleich durchschnittlich 1,3 Cent mehr pro Liter Heizöl.  Nur in Österreich kommt man dazu im Verhältnis mit einem Aufpreis von durchschnittlich „nur“ 0,75 Cent pro Liter gut davon.

Die Nachfrage steigt seit Samstag wieder kontinuierlich an. Im Vergleich zum Sonntag wurden ca. 15% mehr Bestellungen getätigt und dies trotz steigender Preise. Die Heizölnutzer erkennen, dass es für Europa im kommenden Winter sehr schwierig werden könnte den eigenen Energiebedarf zu decken, sollte sich das Zerwürfnis zwischen der EU und Russland noch weiter verstärken und ggf. russische Gas- und Öllieferungen ausbleiben.


Börsendaten:
Dienstag 01.03.2022 - 10:04 Uhr Schluss Vortag 28.02.2022 Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 101,20 $ pro Barrel 100,99 $ pro Barrel +0,21%
Gasöl 930,25 $ pro Tonne 887,25 $ pro Tonne +4,85%
Euro/Dollar 1,1222 $ 1,1220 $ +0,02% (konstant)
USD/CHF 0,9162 CHF 0,9169 CHF -0,08% (konstant)



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