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Niedrige globale Ölbestände sorgen weiterhin für Preisdruck

In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind die Heizölpreise pro Liter im Vortagesvergleich gesunken. Bereits einen Tag nach der Ankündigung der USA ausgewählte Sanktionen gegen den Iran aufzuheben, um die Atomabkommensverhandlungen voranzutreiben, verhärten sich die Fronten bereits wieder. Eine Eskalation des Ukraine-Konflikts in der aktuellen Situation niedriger globaler Ölproduktbestände, könnte die Ölpreise explodieren lassen.

Leichten Preisdruck nach unten brachte die gestrige Ankündigung der USA Teile der Sanktionen gegen den Iran aufheben zu wollen, um die Atomabkommensverhandlungen wieder voranzutreiben. Voraussichtlich wird dieser leichte Abwärtsmodifikator nicht von Dauer sein. Der Iran forderte im Anschluss sofort erneute Garantien dafür, dass zum einen sämtliche Sanktionen aufgehoben werden und zum anderen, dass die USA Garantieren, dass das Abkommen nicht wieder einseitig aufgelöst werden kann. Da die USA die Aufhebung des Großteils der Sanktionen ablehnen, solange der Iran nicht massive Sicherheiten und Zugeständnisse in Verbindung mit seinem Atomprogramm macht, werden die erneut aufgenommenen Verhandlungen sehr wahrscheinlich wieder im Nichts verlaufen.

Hochgehalten werden die Ölpreise dagegen weiterhin von der Krise in der Ukraine. Aufgrund der weltweit niedrigen Lagerbestände bei den Ölprodukten, geht der Markt davon aus, dass eine Eskalation des Konfliktes nahezu nicht abgefangen werden könnte. Die Fronten zwischen Russland und den westlichen Staaten verhärten sich und weder die Nato noch Russland scheinen bezogen auf ihre Ziele kompromissbereit. Während die USA versuchen Deutschland dazu zu drängen im Kriegsfall die Inbetriebnahme der Nordstream 2 Pipeline zu untersagen, bleibt der deutsche Bundeskanzler hier weiterhin ausweichend. Beide Länder drohen allerdings Russland mit ernsthaften Sanktionen im Falle einer Invasion der Ukraine.

In der D-A-CH-Region sind die Preise im Vortagesvergleich durchschnittlich gesunken, die Verteilung ist allerdings sehr einseitig. Während Heizölinteressenten in Deutschland mehr pro Liter zahlen, hat sich der Preis in Österreich im Durchschnitt nicht verändert. 

Die Nachfrage am gestrigen Montag blieb trotz Dreijahreshöchstpreisen auf dem Niveau des Montags der Vorwoche. Mit weiterhin steigenden Preisen in Aussicht, decken diejenigen Heizölkunden, die kaufen müssen ihren aktuellen Bedarf, um noch höhere Preise zu umgehen. Im Angesicht der knappen Bestände weltweit und eines sich zuspitzenden Konfliktes in der Ukraine möglicherweise eine gute Idee. Zwar würde ein bewaffneter Konflikt dort unten allen Parteien schaden, leider agieren Politiker wiederum nicht immer vernünftig. -fr-

Börsendaten:

Dienstag 08.02.2022 - 10:39 UhrSchluss Vortag 07.02.2022Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 92,15 $ pro Barrel 92,95 $ pro Barrel -0,86%
Gasöl 837,00 $ pro Tonne 847,00 $ pro Tonne -1,18%
Euro/Dollar 1,1403 $ 1,1440 $ -0,32% (etwas schwächer)
USD/CHF 0,9236 CHF 0,9230 CHF +0,07% (konstant)

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