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Niedrige Bestände in den USA stützen den Heizölpreis

In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind die Heizölpreise im Vortagesvergleich gesunken. Der Bericht des API zeigt stark preissteigernde Entwicklungen bei den Ölbeständen der USA. Trotz des API-Berichtes sinken die Heizölpreise leicht aufgrund der wieder aufgenommenen Verhandlungen zum Atomabkommen zwischen den USA und dem Iran.

Preissteigernde Nachrichten kommen aus den USA. Der gestern vom US American Petroleum Institute (API) veröffentlichte Bericht zeigt überraschend starke Bestandsabbauten in allen wesentlichen Kategorien an. Bei den Rohölbeständen hat der Ölmarkt einen Aufbau von 0,5 Mio. Barrel erwartet. Laut API-Bericht gab es allerdings Abbauten in Höhe von 2 Mio. Barrel. Da es im Zentrallager in Cushingen zu einem Abbau von 2,5 Mio. Barrel kam, kann es durchaus sein, dass es in den anderen Gebieten der USA zu aufbauten kam. Die Destillate, zu denen auch Heizöl gehört, sind im Bestand erwartungsgemäß um 2,2 Mio. Barrel abgebaut worden. Hier dürfte die höhere Nachfrage auf die Kältewelle in den USA zurückzuführen sein. Beim Benzin gab es ebenfalls Überraschungen. Während der Markt von Aufbauten in Höhe von 1,4 Mio. Litern ausging, gab es laut API einen Abbau von 1,1 Mio. Litern. Insgesamt zeigt sich damit ein hoher Bedarf, der die Nachfrage und somit den Ölpreis global steigern dürfte.

Trotz des API-Berichts sanken die Rohölpreise leicht. Hintergrund ist, dass einige Investoren im Zuge der erneut aufgenommenen Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran ihre Gewinne sichern wollten. Marktbeobachter gehen allerdings nicht von einem größeren Preisrutsch aus, auch weil es aus den Verhandlungen noch keinerlei konkrete positive Ergebnisse gibt.

Ebenso gibt es neue leicht deeskalierende Neuigkeiten im Ukraine-Konflikt. Der französische Präsident traf sich mit dem russischen Präsidenten und geht seitdem nicht davon aus, dass Russland wirklich vorhat die Ukraine anzugreifen. Sicher ist jedoch, dass Russland zehntausende Soldaten an die ukrainische Grenze verlegt hat. Außerdem ist Russland trotz der bereits seit der Annexion der Krim bestehenden Sanktionen weiterhin Europas größter Energielieferant, so dass Europa sich eine wie auch immer geartete Reaktion auf eine eventuelle Invasion sehr genau überlegen muss.

Im Zuge der internationalen Entwicklungen ist der Heizölpreis in der D-A-CH-Region im Durchschnitt leicht rückläufig. Während die Heizölpreise im Vortagesvergleich in Deutschland und der Schweiz im Schnitt stabil geblieben sind, sanken sie in Österreich um durchschnittlich 0,3 Cent pro Liter.

Die Nachfrage am gestrigen Dienstag lag ca. 10% unter der des Montags. In Erwartung des Berichts des US-amerikanischen Department of Energy (DOE), könnte es heute Nachmittag allerdings zu einer Abwärtsbewegung kommen. Sollte der Bericht des DOE die Daten des API belegen, könnte sich dies merkbar preissenkend auf den Heizölpreis auswirken. Da die Berichte allerdings nicht immer zu den gleichen Schlussfolgerungen kommen, könnte es bei einem Bericht des DOE aus dem Bestandsaufbauten hervor gehen zu Preisanstiegen kommen. Aufgrund der Kältewelle in den USA, könnte man allerdings auf eine Bestätigung des Berichts des API hoffen. -fr-

Börsendaten:

Mittwoch 09.02.2022 - 10:40 UhrSchluss Vortag 08.02.2022Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 90,56 $ pro Barrel 91,30 $ pro Barrel -0,81%
Gasöl 821,00 $ pro Tonne 824,50 $ pro Tonne -0,42%
Euro/Dollar 1,1423 $ 1,1415 $ +0,07% (konstant)
USD/CHF 0,9231 CHF 0,9246 CHF -0,16% (konstant)


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