In Deutschland Österreich und der Schweiz sind die Heizölpreise im Vortagesvergleich um durchschnittlich 0,7 Cent gefallen. Die ersten Sanktionen der zweiten Runde gegen Russland betreffen erneut nicht direkt dessen Gas- und Ölexporte. Aus den Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA zum Atomabkommen hat sich noch kein Ergebnis entwickelt, so dass die Hoffnungen auf zusätzliche Mengen iranischen Öls auf dem Weltmarkt etwas schwinden.
Eine kurze Atempause bekommen Heizölnutzer dank der Erkenntnis, dass auch die neuen Sanktionen gegen Russland, aufgrund dessen Invasion der Ukraine, erneut nicht direkt den Energiesektor betreffen. Das die Sanktionen das Finanzsystem Russlands treffen, könnte sich allerdings kurzfristig dennoch auch auf dessen Exporte von z. B. Öl und Gas auswirken. Im Zuge dessen gab es ebenfalls leicht preissenkende Ankündigungen seitens Australiens und Japans. Beide gaben an aus Solidarität mit dem Westen zur koordinierten Freigabe eines Teils ihrer strategischen Ölreserven bereit zu sein. Dennoch wird die Angst vor den Auswirkungen direkter und indirekter Sanktionen auf die russischen Energieexporte die Heizölpreise kurzfristig antreiben.
Die Hoffnungen, die im preissenkenden Sinne auf die Verhandlungen zum Atomabkommen zwischen den USA und dem Iran gehegt wurden, sind gestern etwas verblasst. Statt eine Einigung bekannt zu geben, sind die jeweiligen Vertreter zu ihren Regierungen zurückgekehrt, um über die bisherigen Ergebnisse zu beraten. Während einige OPEC+ Mitglieder eine Erhöhung der eigenen Förderquoten ablehnen aufgrund der Aussicht kurzfristigen auf dem Weltmarkt zur Verfügung stehenden iranischen Öls, liegt die Vermutung nah, dass damit wahrscheinlich die Unfähigkeit des Förderbündnisses, die eigenen Förderquoten überhaupt erhöhen zu können, kaschiert werden soll. Interessant wird deshalb die offizielle Reaktion der OPEC+ sollten die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA erneut scheitern.
In der D-A-CH-Region sind die Heizölpreise im Vortagesvergleich leicht bis sehr stark gefallen. In Österreich gab es im Durchschnitt eine Reduktion der Heizölpreise um 0,1 Cent pro Liter.
Die Nachfrage war gestern mit Ausbruch des Krieges in Osteuropa auf den höchsten Stand der letzten 365 Tage gestiegen und ca. doppelt so hoch wie der Tag mit der zweithöchsten Nachfrage im gleichen Zeitraum. Der offene Konflikt hat die Preise innerhalb kürzester explodieren lassen und die Heizölnutzer versuchen in Schaaren möglichst viel Schaden von den eigenen Geldreserven abzuwenden in dem noch schnell bestellt wird. In der HeizOel24 Community waren die Meinungen, ob aktuell gekauft werden sollte oder man doch lieber abwartet, gestern zum ersten Mal seit Monaten knapp 50/50 gespalten. Im Heutigen Tagesverlauf verschob sich dies leicht in Richtung doch lieber mit dem Kauf bis zum Ende der Heizperiode abzuwarten und die Hoffnung auf ein schnelles Ende des Ukraine-Konflikts überwiegen leicht. Da sich in den letzten Monaten tendenziell die pessimistischen Einschätzungen der Ereignisse die Einfluss auf den Heizölpreis haben bewahrheitet hatten, ist ein wenig Hoffnung gern gesehen.
| Freitag 25.02.2022 - 10:23 Uhr | Schluss Vortag 24.02.2022 | Veränderung zum Vortag | |
|---|---|---|---|
| Rohöl Brent Crude | 100,28 $ pro Barrel | 99,41 $ pro Barrel | +0,88% |
| Gasöl | 867,00 $ pro Tonne | 858,00 $ pro Tonne | +1,05% |
| Euro/Dollar | 1,1186 $ | 1,1197 $ | -0,10% (konstant) |
| USD/CHF | 0,9255 CHF | 0,9252 CHF | +0,03% (konstant) |
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