Informationsblatt für Ölheizungsbesitzer
News | 08.03.22
Informationsblatt für Ölheizungsbesitzer
Die jüngsten Aussagen in den Medien zum Ölheizungsverbot haben bei vielen Ölheizungsbesitzern zu Unsicherheiten über die tatsächlich geltende Rechtslage geführt. Die Aussagen des Bundesministeriums für Klimaschutz haben sich auf Fristen bezogen, die im Regierungsabkommen der beiden Koalitionspartner vereinbart wurden. Darin ist ein Austauschverbot ab 2021, ein Umtauschgebot von Kesseln älter als 25 Jahre ab 2025 sowie ein generelles Ölheizungsverbot ab 2035 vorgesehen. Es ist wichtig zu verstehen, dass die Vorgaben zum Thema Heizen erst in Form von Gesetzen umgesetzt werden müssen. Das ist bislang nicht erfolgt. Rund 650.000 Haushalten in ganz Österreich beziehen ihre Wärme aus der Ölheizung. Viele Betroffene verfügen nicht über die finanziellen Mittel einen Energieträgerwechsel in der Höhe von mindestens 20.000, - EUR zu finanzieren. Daher werden entsprechende Verbote nur schrittweise und mit technischen und sozialen Ausnahmeregelungen sowie großzügigen Ausnahmeregeln möglich sein. Es gilt auch zu beachten, dass Förderungen nur den Umtausch des Heizkessels nicht aber nötige Umbau- und Sanierungsarbeiten am Gebäude umfassen.
Die jüngsten Aussagen in den Medien zum Ölheizungsverbot haben bei vielen Ölheizungsbesitzern zu Unsicherheiten über die tatsächlich geltende Rechtslage geführt. Die Aussagen des Bundesministeriums für Klimaschutz haben sich auf Fristen bezogen, die im Regierungsabkommen der beiden Koalitionspartner vereinbart wurden. Darin ist ein Austauschverbot ab 2021, ein Umtauschgebot von Kesseln älter als 25 Jahre ab 2025 sowie ein generelles Ölheizungsverbot ab 2035 vorgesehen. Es ist wichtig zu verstehen, dass die Vorgaben zum Thema Heizen erst in Form von Gesetzen umgesetzt werden müssen. Das ist bislang nicht erfolgt. Rund 650.000 Haushalten in ganz Österreich beziehen ihre Wärme aus der Ölheizung. Viele Betroffene verfügen nicht über die finanziellen Mittel einen Energieträgerwechsel in der Höhe von mindestens 20.000, - EUR zu finanzieren. Daher werden entsprechende Verbote nur schrittweise und mit technischen und sozialen Ausnahmeregelungen sowie großzügigen Ausnahmeregeln möglich sein. Es gilt auch zu beachten, dass Förderungen nur den Umtausch des Heizkessels nicht aber nötige Umbau- und Sanierungsarbeiten am Gebäude umfassen.
HÄUFIGE FRAGEN ZUM ANGEDROHTEN ÖLHEIZUNGSVERBOT
Welche Einschränkungen gelten im Bestand und im Neubau?
Aktuell ist der Einbau von Ölkesseln, die mit fossilem Heizöl betrieben werden, im Neubau verboten - in Wien und Tirol auch bei einer größeren Renovierung (wenn also mehr als 25% der Gebäudehülle renoviert werden). In Salzburg unterliegt jeder Heizkesseltausch einem Bewilligungsverfahren und bedarf der Durchführung einer Alternativenprüfung. Das bedeutet, dass vor dem Einbau eines neuen Ölkessels zuerst geprüft werden muss, ob der Anschluss an ein Fernwärmenetz oder der Einsatz einer Wärmepumpe oder Biomasseheizung möglich ist. Meine Ölheizung ist sehr alt.
Was ist zu tun?
Was ist zu tun?
Wenn Sie noch mit einem älteren Ölkessel heizen und bei diesem effizienten und betriebsfreundlichen Heizsystem bleiben wollen, sollten Sie ehestmöglich einen Austausch auf ein neues Öl-Brennwertgerät planen, welches Sie in Zukunft mit synthetischen Flüssig-Brennstoffen aus erneuerbaren Quellen betreiben können.
Gibt es spezielle Kessel für den Einsatz von XtL? Ist eine Umrüstung notwendig?
Gibt es spezielle Kessel für den Einsatz von XtL? Ist eine Umrüstung notwendig?
Grundsätzlich können synthetische Flüssig-Brennstoffen aus erneuerbaren Quellen (XtL) ohne größere Aufwände und ohne notwendige Umrüstungen in jeden bestehenden Ölkessel eingefüllt werden. Dies wurde auch im Rahmen eines IWO Pilotprojektes bestätigt. Außerdem gibt es bereits Ölkessel am Markt, bei denen die Verwendung von XtL explizit ausgelobt wird. Wann kommt der neue Brennstoff und wie viel wird er kosten? Die Mineralölwirtschaft arbeitet bereits intensiv an der Herstellung von synthetischen Brenn- und Kraftstoffen. Wann der Brennstoff tatsächlich auf den Markt kommt, hängt vom Forschungsfortschritt und den politischen Rahmenbedingungen ab. Ziel ist es einen Preis zu erreichen, der für den Konsumenten gut leistbar ist, um wettbewerbsfähig zu sein – also etwa auf dem gleichen Niveau wie herkömmliches Heizöl liegt.
Was ist der Fahrplan der Mineralölwirtschaft?
Die Mineralölwirtschaft bekennt sich seit der Unterzeichnung des Pariser Klimaschutzabkommens zur Einhaltung der Klimaschutzziele. Um die Versorgungssicherheit in Zukunft zu garantieren, widmet sich die Mineralölwirtschaft der Entwicklung von synthetischen Flüssig-Brennstoffen aus erneuerbaren Quellen.
Fuel Evolution: Der Transitionsprozess
Die Mineralölwirtschaft arbeitet europaweit intensiv an der Herstellung von synthetischen Flüssig-Brennstoffen aus erneuerbaren Quellen, sogenanntem XtL (= X-to-Liquid). Die Brennstoff-Evolution verbindet Energieeffizienz mit Nachhaltigkeit. Breits mit dem Umstieg auf ein Öl-Brennwertgerät (Schritt 1) und der Ergänzung durch erneuerbare Energieträger (Schritt 2) lässt sich der Brennstoff-Verbrauch, und somit die Emissionen, drastisch reduzieren. Der Einsatz von Flüssig-Brennstoffen aus erneuerbaren Quellen steht unmittelbar bevor (Schritt 3).
Fuel Evolution: Der Transitionsprozess
Die Mineralölwirtschaft arbeitet europaweit intensiv an der Herstellung von synthetischen Flüssig-Brennstoffen aus erneuerbaren Quellen, sogenanntem XtL (= X-to-Liquid). Die Brennstoff-Evolution verbindet Energieeffizienz mit Nachhaltigkeit. Breits mit dem Umstieg auf ein Öl-Brennwertgerät (Schritt 1) und der Ergänzung durch erneuerbare Energieträger (Schritt 2) lässt sich der Brennstoff-Verbrauch, und somit die Emissionen, drastisch reduzieren. Der Einsatz von Flüssig-Brennstoffen aus erneuerbaren Quellen steht unmittelbar bevor (Schritt 3).
„Innovation Flüssige Energie“ - Pilotprojekt revolutioniert den Energiemarkt
Unter dem Projektnamen „Innovation Flüssige Energie“ errichtet IWO Österreich gemeinsam mit der Grazer AVL List GmbH einer Power-to-Liquid-(PtL)-Anlage zur Erzeugung synthetischer Brenn- und Kraftstoffe aus rein erneuerbaren Quellen. Bei dem Projekt handelt es sich um Europas innovativste Demo-Anlage mit dem Ziel einen CO2-neutralen Energieträger aus elektrischer Energie in Verbindung mit einer Kohlenstoffquelle zu produzieren. Das Projekt bedient sich an dem saisonalen Ökostromüberschuss, der jährlich in Österreich produziert wird. An einer flächendeckenden Belieferung mit dem neuen Brennstoff wird EU-weit und national mit großer Intensität gearbeitet. Mit diesem Innovationsprojekt leistet IWO gemeinsam mit den Ölheizungsbesitzern in Zukunft einen substanziellen Beitrag zur Bewältigung der Energiewende. Der große Vorteil synthetischer Brenn und Kraftstoffe liegt darin, dass die energetische Nutzung im Gegensatz zu fossilen Energieträgern CO2-neutral erfolgt. Somit wird eine massive Reduktion von Treibhausgasemissionen erreicht, ohne dabei auf die herkömmliche Ölheizungsanlage verzichten zu müssen, denn: eine Umrüstung bestehender Infrastruktur ist für die Verwendung nicht nötig.
Unter dem Projektnamen „Innovation Flüssige Energie“ errichtet IWO Österreich gemeinsam mit der Grazer AVL List GmbH einer Power-to-Liquid-(PtL)-Anlage zur Erzeugung synthetischer Brenn- und Kraftstoffe aus rein erneuerbaren Quellen. Bei dem Projekt handelt es sich um Europas innovativste Demo-Anlage mit dem Ziel einen CO2-neutralen Energieträger aus elektrischer Energie in Verbindung mit einer Kohlenstoffquelle zu produzieren. Das Projekt bedient sich an dem saisonalen Ökostromüberschuss, der jährlich in Österreich produziert wird. An einer flächendeckenden Belieferung mit dem neuen Brennstoff wird EU-weit und national mit großer Intensität gearbeitet. Mit diesem Innovationsprojekt leistet IWO gemeinsam mit den Ölheizungsbesitzern in Zukunft einen substanziellen Beitrag zur Bewältigung der Energiewende. Der große Vorteil synthetischer Brenn und Kraftstoffe liegt darin, dass die energetische Nutzung im Gegensatz zu fossilen Energieträgern CO2-neutral erfolgt. Somit wird eine massive Reduktion von Treibhausgasemissionen erreicht, ohne dabei auf die herkömmliche Ölheizungsanlage verzichten zu müssen, denn: eine Umrüstung bestehender Infrastruktur ist für die Verwendung nicht nötig.