In der D-A-CH-Region sind die Heizölpreise im Vortagesvergleichgesunken. Nach Produktionsrückgängen in Libyen und Kasachstan, soll dort jeweils die Produktion kurzfristig steigen. Corona-Daten aus dem Bericht zum Arbeitsmarkt der USA sorgen am Ölmarkt für Angst vor einem sinkenden Bedarf an Ölprodukten.
Preissenkende Neuigkeiten für die Ölpreise gibt es diesen Montagmorgen aus Libyen und Kasachstan. Nachdem in Libyen seit einiger Zeit Produktionsausfälle herrschen, wurde bekanntgegeben, dass die Wartungsarbeiten an einer östlichen Pipeline im Land abgeschlossen sein. Die letzte Woche sank die Rohölproduktion des Landes zeitweise auf rund 700.000 B/T. Mittlerweise stieg dieser Wert auf ca. 900.000 B/T. In Kasachstan wurde im Zuge der Unruhen letzte Woche die Rohölproduktion am Tengiz-Ölfeld gedrosselt. Der Betreiber gibt an den Betrieb wieder auf das normale Niveau bringen zu wollen. Einen Zeitplan für die Rückkehr zum Normalbetrieb, es werden normalerweise an dem Ölfeld ca. 700.000 B/T gefördert und das Ausmaß der Einschränkungen wurden offengelassen. Insgesamt bedeuten beide Neuigkeiten allerdings, dass mehr Rohöl auf dem Weltmarkt angeboten werden wird.
Corona sorgt am Markt wieder für neue Befürchtungen einer sich reduzierenden Ölnachfrage und damit sinkende Preise. In den letzten Wochen verloren die Investoren ihre Angst vor der neuen Omikron-Variante, da ein massiver sofortiger Einfluss auf die Nachfrage ausblieb. Nachdem der Bericht zu den US-amerikanischen Arbeitsmarktdaten veröffentlicht wurde, findet allmählich ein Umschwung statt. Der Bericht deutet an, dass sich Corona stark auf die Verfügbarkeit von Arbeitskräften auswirkt. Dies könnte die US-amerikanische Wirtschaftserholung bremsen und damit den Bedarf an Ölprodukten senken. Auch in China, in der Hafenstadt Tianjin, wurden erste Coronafälle registriert. Die chinesische Regierung startet mit rigorosen Tests der Bevölkerung und nutzt in der Regel sehr schnell starke Quarantänemaßnahmen bei Coronaausbrüchen.
In der D-A-CH-Region starten wir größtenteils mit gesunkenen Heizölpreisen im Vergleich zum Vortag in den Montagmorgen. In Deutschland zahlen Heizölkunden im Schnitt 0,1 Cent weniger pro Liter Heizöl. In der Schweiz können sich Heizölinteressenten über einen Preisrückgang von 0,6 Rappen pro Liter freuen. Einzig in Österreich sind die Preise leicht um durchschnittlich 0,1 Cent pro Liter Heizöl gestiegen.
Am vergangenen Wochenende war die Nachfrage nach Heizöl in der D-A-CH-Region ca. doppelt so hoch wie am vorhergehenden Wochenende. Nach den steigenden Preisen der letzten Woche nutzen die Heizölinteressenten aktuell die Gunst der Stunde der kurzzeitig gesunkenen Preise. Sollte die Omikron-Variante des Corona-Virus an Fahrt aufnehmen, könnten die Preise nochmals drastisch sinken. Setzt sich der Impfschutz allerdings durch, wird der Preis wahrscheinlich noch eine Weile auf dem aktuellen Niveau verharren, mit gelegentlichen Ausschlägen nach oben oder wie aktuell nach unten. -fr-
Börsendaten:
| Montag 10.01.2022 - 11:23 Uhr | Schluss Vortag 09.01.2022 | Veränderung zum Vortag | |
|---|---|---|---|
| Rohöl Brent Crude | 81,88 $ pro Barrel | 81,93 $ pro Barrel | -0,06% |
| Gasöl | 716,75 $ pro Tonne | 712,25 $ pro Tonne | +0,63% |
| Euro/Dollar | 1,1331 $ | 1,1356 $ | -0,22% (etwas schwächer) |
| USD/CHF | 0,9207 CHF | 0,9184 CHF | +0,25% (etwas fester) |
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