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Heizölpreise steigen

Die Heizölpreise in Deutschland und Österreich sind um durchschnittlich 0,7 Cent pro Liter gestiegen. Während Russland im Schnitt weiterhin die gleiche Menge an Rohöl exportiert, ist der Erlös auf den niedrigsten Stand seit Kriegsbeginn gefallen. Die deutsche Regierung hatte zum Ziel, dass die Gasspeicher bis zum ersten Februar zu mindestens 40 Prozent gefüllt sein sollen und wird diesen Wert womöglich um das Doppelte übertreffen.

Während die Rohölpreise aktuell ungefähr auf dem Vortagesniveau gehandelt werden und der Euro wieder unter die psychologisch wichtige 1,09 Dollar Marke gesunken ist, konnte der ICE Gasoil Terminkontrakt die psychologisch wichtige 1.000 Dollar Marke knacken. Ein Fass der US-amerikanischen Rohölsorte WTI wird aktuell mit 81,06 Dollar, einem Minus von 0,69 Prozent, gehandelt. Ein Fass der Nordseesorte Brent wird aktuell mit 87,65 Dollar gehandelt, einem Minus von 0,57 Prozent. Der Euro wird aktuell mit 1,0855 Dollar, einem Minus von 0,17 Prozent, gehandelt. Der ICE Gasoil Terminkontrakt wird aktuell mit 1.019,00 Dollar gehandelt, einem Plus von 0,67 Prozent. Damit sind weitere Heizölpreissteigerungen im Tagesverlauf sehr wahrscheinlich.

Der Preisdeckel auf russisches Rohöl sowie das EU-Embargo auf russische Rohöllieferungen per Schiff zeigen Wirkung. Letzte Woche sanken die Rohölexporte des Landes um rund 800.000 B/T und glichen damit den Anstieg aus der Vorwoche wieder aus. Russland exportiert damit weiterhin rund drei Millionen Barrel pro Tag, wie auch vor den Sanktionen. Die Einnahmen sind im Vier-Wochen-Durchschnitt wiederum auf den niedrigsten Stand seit Kriegsbeginn gefallen, da russisches Rohöl global mit starken Abschlägen gehandelt wird. Interessant wird der Effekt des kommenden EU-Embargos auf russische Ölproduktlieferungen per Schiff und dem geplanten Preisdeckel auf russische Ölprodukte. Hier wird die Erschließung neuer Absatzmärkte für Moskau herausfordernder, da der Transport schwieriger ist. Sollte Moskau ein Export nur unter starken Einschränkungen der Mengen möglich sein, beschneidet es zwar die russische Kriegskasse, wird allerdings global für eine Verknappung von z. B. Kerosin und Heizöl sorgen.

Positive indirekte Nachrichten für die Heizölpreise kommen aus Deutschland. Die dortige Regierung hatte es sich zum Ziel gesetzt, dass die Gasspeicher bis zum 01.02.2023 zu mindestens 40 Prozent befüllt sein müssen. Zum jetzigen Zeitpunkt wird dieses Ziel mit Leichtigkeit erreicht. Aktuell sind die Gasspeicher in Deutschland zu 86,52 Prozent befüllt und befinden sich damit übe dem europäischen Durchschnitt von 78,35 Prozent. Positiv ist, dass das Land temperaturbereinigt im aktuellen Monat ca. 23,7 Prozent Gas einsparen konnte im Vorjahresmonatsvergleich, allerdings liegt die durchschnittliche Temperatur auch im Schnitt 3,9 Grad Celsius über dem Vorjahresmonat. Da Öl teils als Ersatz für Gas bei der Energieerzeugung genutzt werden kann, bedeuten sinkende Gaspreise, dass Alternativen wie Öl uninteressant und damit ebenfalls günstiger werden.

In der D-A-CH-Region steigen die Heizölpreise im Vortagesvergleich weiter stark an. In Deutschland und Österreich müssen Interessenten aktuell im Schnitt 0,7 Cent mehr pro Liter Heizöl zahlen. Im Zuge der steigenden Preise füllen aktuell viele Nutzer die Tanks auf. Ein Abwarten bis zum Februar und dem kommenden EU-Embargo, dürfte ein Risiko darstellen. 


Börsendaten:
Dienstag 24.01.2023 - 12:08 Uhr Schluss Vortag 23.01.2023 Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 88,20 $ pro Barrel 88,14 $ pro Barrel +0,07%
Gasöl 1.020,00 $ pro Tonne 1.009,75 $ pro Tonne +1,02%
Euro/Dollar 1,0860 $ 1,0869 $ -0,08% (konstant)
USD/CHF 0,9232 CHF 0,9221 CHF +0,12% (konstant)

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