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Heizölpreise: Der August startet mit starken Aufschlägen

Am Dienstag drehen die Ölpreise zwar leicht nach unten, bleiben aber nahe ihrem mehrmonatigen Hoch. Im gestrigen Handel erreichte Brent die 85 US-Dollar-Marke als Folge des knapperen Angebots an den Ölmärkten. Die Heizölpreise bleiben ebenfalls fest und zeigen sich heute mit einer deutlichen Teuerung von durchschnittlich 1,2 Cent je Liter.

Die Ölpreise geben am Dienstag leicht nach, nachdem Brent am Vortag die 85 US-Dollar-Marke knackte. Seit Anfang Juli ist der Preis für die Nordseesorte Brent um knapp 13 Prozent angestiegen. Ein Fass der amerikanische Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) kostet über 15 Prozent mehr. Die Ankündigung der freiwilligen Zusatzkürzungen Saudi-Arabiens für Juli konnte die Preise nur begrenzt stützen, doch sind es die Verlängerung bis voraussichtlich Oktober, die für Auftrieb an den Ölbörsen NYMX und ICE sorgen. Das knapp gehaltene Angebot an den Märkten trifft auf eine robuste Nachfrage. Als größter Ölverbraucher der Welt sorgten zuletzt positive Wirtschaftsdaten in den USA für Euphorie bei den Marktteilnehmern. Die Ankündigung Pekings die Wirtschaft des zweitgrößten Ölverbrauchers, China, durch Maßnahmen stärken zu wollen, stützt ebenfalls.

Nachdem die US-Notenbank die letzte Zinsanhebung im Juli entschied, vermuten Anleger, dass dieses Zinsniveau bei gleichbleibender Datenlage für die nächste geldpolitischen Sitzung im September beibehalten wird. Grundlage sind nun die bevorstehenden US-Arbeitsmarktdaten und US-Einkaufsmanagerindizes, die die nächste Weiche für die Entscheidung der Fed stellen. Sollte eine weitere Zinsanhebung im Raum stehen, könnten aufflammende Sorgen über einen Nachfragerückgang die Aufwärtsbewegung an den Börsen deckeln. Mit den für heute Abend und Mittwochnachmittag erwarteten wöchentlichen Bestandsdaten des American Petroleum Institute (API) und des US Department of Energy (DOE) sollten neue Impulse ins Spiel gebracht werden. Analysten gehen davon aus, dass die landesweiten Rohölvorräte um etwa 0,9 Mio. Barrel und auch die Benzinbestände zurückgegangen sind.

In großen Schritten machen sich die Heizölpreise im Inland auf den Weg zu ihrem 5-Monatshoch. Bereits am vergangenen Freitag haben diese in Deutschland die wichtige 1 Euro-Marke geknackt und inzwischen auch hinter sich gelassen. Ende Februar 2022 schossen die Preise für Heizöl in Folge des russischen Angriffskrieges von 95 Cent je Liter in die Höhe und erreichten im Vorjahres-März ein historisches Hoch von knapp 2,13 Euro pro Liter. Zwar setzte im Herbst 22 eine Abwärtsbewegung ein, doch konnte die 1 Euro-Marke erst Anfang März 23 endlich durchbrochen werden und sich ab Mai festigen. Der komfortable Seitwärtskanal von Mai bis Mitte Juli, der die Heizölpreise in einer festen Spanne zwischen 87 und 92 Cent laufen ließ, machte es Ölheizern lange einfach, zu einem durchschnittlichen Preis von 90 Cent je Liter zu ordern. Inzwischen herrscht wieder mehr Unsicherheit unter Verbrauchern, wann der richtige Kaufzeitpunkt eintrifft. Fest steht, dass zu der Aufwärtsdynamik an den Börsen und den Preissteigerungen von Gasöl (Vorprodukt von Heizöl und Diesel) noch die steigende Nachfrage am Heizölmarkt kommt, wenn die Temperaturen wieder sinken. Das sollten Verbraucher bei ihrer Kaufentscheidung berücksichtigen.


Börsendaten:
Dienstag 01.08.2023 - 12:19 Uhr Schluss Vortag 31.07.2023 Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 84,91 $ pro Barrel 85,56 $ pro Barrel -0,76%
Gasöl 892,00 $ pro Tonne 887,00 $ pro Tonne +0,56%
Euro/Dollar 1,0975 $ 1,0996 $ -0,19% (konstant)
USD/CHF 0,8753 CHF 0,8713 CHF +0,46% (etwas fester)

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