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Heizölpreis legt Verschnaufpause ein

Im Vortagesvergleich sind die Heizölpreise in Deutschland, Österreich und der Schweiz um durchschnittlich 1,15 Cent gefallen. Der russische Angriff auf ein ukrainisches Atomkraftwerk hat bisher keinen atomaren Unfall verursacht. Die IAEA will mit dem Iran zusammen die laufenden Ermittlungen beenden, um die stagnierenden Atomabkommensverhandlungen wieder voranzutreiben.

Nachdem die Heizölpreise gestern einen neuen Rekordwert in der D-A-CH-Region markiert haben, starten sie heute stabil in den Tag. Grund sind vorerst ausbleibende neue Schreckensnachrichten aus der Ukraine. Zwar hat die russische Armee gestern das größte Atomkraftwerk des Landes beschossen, allerdings konnten die entstandenen Schäden laut den zuständigen Behörden eingedämmt werden und es kam zu keinem atomaren Unfall. Da immer mehr Angriffe Russlands auf zivile Ziele bekannt werden, könnte es allerdings bald zu neuen Sanktionen kommen. Da Sanktionierungen des russischen Energiesektors nicht mehr ausgeschlossen werden, könnte es in einem solchen Fall mit den Ölpreisen wieder aufwärts gehen.

Positive Nachrichten gibt es zu den erneut stagnierten Verhandlungen zum Atomabkommen zwischen dem Iran und den USA. Nachdem der von den Unterhändlern erwartete Abschluss der Verhandlungen letzte Woche nicht eingetreten ist, will die unabhängige Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) ihre Untersuchungen zu dem vermuteten iranischen Atomwaffenprogramm abschließen. Dazu will der Vorsitzende der IAEA Herr Grossi persönlich in den Iran reisen und sich mit der dortigen Regierung absprechen. Zwar ging die Behörde bereits 2018 davon aus, dass es „keine glaubwürdigen Hinweise“ auf ein solches Programm gäbe, Unterlagen aus dem Iran, die von dem israelischen Geheimdienst zutage gefördert wurden, haben die Vorwürfe allerdings wiederbelebt. Der Iran fordert im Zuge der Verhandlungen einen Abschluss der Untersuchungen der IAEA und Herr Grossi ist zuversichtlich ein entsprechendes Vorgehen mit der iranischen Regierung erarbeiten zu können. Es gibt zwar noch weitere starke Hürden, die überwunden werden müssen, für einen positiven Abschluss der Verhandlungen. Dass alle Seiten weiterhin an einer Einigung interessiert sind, ist ein gutes Zeichen für potentiell mehr iranisches Öl auf dem Weltmarkt.

Zumindest heute Morgen erhalten Heizölinteressenten eine kurze Verschnaufpause und es gibt sogar minimale bis leichte Entspannungen der Heizölpreise in der D-A-CH-Region. In Deutschland vielen die Preise im Vortagesvergleich um durchschnittlich 0,05 Cent pro Liter. In Österreich sind es immerhin im Schnitt 0,3 Cent pro Liter Heizöl. 

Die Nachfrage viel gestern im Vortagesvergleich erneut um ca. 10%. Hintergrund dürften die sehr hohen Preise sein und die Hoffnung auf einen wie auch immer unwahrscheinlichen Lichtblick am Horizont, der die Heizölpreise wieder nach unten treiben könnte. Aktuell wird der Preis hauptsächlich halb hochgehalten, weil die Ölhändler Angst davor haben russisches Gas und Öl zu kaufen. Dies liegt zum einen an dem möglichen damit verbundenen Imageschaden, der die kurzeitigen Gewinne langfristig mehr als auffressen könnte. Ebenfalls erschweren es die Sanktionen gegen den russischen Finanzsektor überhaupt russisches Öl kaufen zu können. Außerdem besteht immer die Gefahr, dass das gekaufte Öl nicht beim Händler ankommt, sollten entsprechende Sanktionen verhängt werden.


Börsendaten:
Freitag 04.03.2022 - 10:13 Uhr Schluss Vortag 03.03.2022 Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 110,18 $ pro Barrel 110,56 $ pro Barrel -0,34%
Gasöl 1.078,00 $ pro Tonne 1.087,50 $ pro Tonne -0,87%
Euro/Dollar 1,1024 $ 1,1065 $ -0,37% (etwas schwächer)
USD/CHF 0,9180 CHF 0,9171 CHF +0,10% (konstant)



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