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Heizölpreis – Aufwärtstrend setzt sich fort

In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind die Heizölpreise im Vortagesvergleich um durchschnittlich 1,55 Cent pro Liter gestiegen. In Libyen ist die tägliche Rohölproduktion um ca. 0,5 Mio. Barrel auf ca. 1,1 Mio. Barrel gefallen. Im Zuge der Intensivierung der russischen Aggression im Osten der Ukraine wurde von hohen Stellen innerhalb der EU angedeutet, dass das nächste Sanktionspaket auch den russischen Ölsektor betreffen wird.

Im Vergleich zum Donnerstag letzter Woche starten die Rohölpreise der Referenzsorten WTI und Brent rund fünf Dollar pro Barrel höher in den Tag, im Vortagesvergleich sind die Preise allerdings leicht gesunken. Ein Barrel der US-amerikanischen Sorte WTI wird aktuell mit 107,10 Dollar pro Fass, einem minus von 0,39 Prozent, gehandelt. Ein Fass der Nordseerohölsorte Brent wird aktuell mit 112, 27 Dollar gehandelt, einem Minus von 0,51 Prozent. Der Euro hat im Vergleich zum Donnerstag gegenüber dem Dollar rund einen Cent an Wert verloren, im Vortagesvergleich konnte er allerdings wieder ein minimales Plus verzeichnen. Aktuell wird ein Euro mit 1,0805 Dollar, einem Plus von 0,21 Prozent, gehandelt.

Preissteigernde Neuigkeiten für Heizölkunden gibt es aus Libyen. Aufgrund politischer Proteste wurde unter anderem die Produktion an dem größten Ölfeld des Landes namens Sharara und dem verbunden Ölfeld El Feel unterbrochen. Die Unterbrechung besteht seit dem Wochenende wodurch täglich 365.000 B/T Rohöl ausfallen. Die National Oil Corp (NOC), das libysche Staatsunternehmen, dass die Felder betreibt, hat derweil einen Force Majeure verkündet. Dies entbindet das Unternehmen effektiv davon die durch die Ausfälle betroffenen Lieferungen erfüllen zu müssen. Ebenfalls gab die NOC an, dass es zu Störungen bei Verladungen am ostlibyschen Hafen Zueitina und dem Exportterminal Brega kam. Die Demonstranten drohen mit weiteren Behinderungen der libyschen Öl-Förderung und -Verarbeitung. Hintergrund sind die im Dezember 2021 ausgefallenen Präsidentschaftswahlen, welche bisher nicht nachgeholt wurden. Bisher soll die libysche Ölproduktion um rund 0,5 Mio. B/T auf ca. 1,1 Mio. gefallen sein.

Der Ukraine Krieg wurde über Ostern ebenfalls intensiviert durch die Konzentration der russischen Angriffe auf die östlichen und südöstlichen Gebiete der Ukraine. Nach bisher unbestätigten Angaben wurde die Stadt Mariupol von Russland weitestgehend eingenommen. Im Zuge dessen deuten sowohl der französische Finanzminister Bruno Le Maire als auch die Vorsitzende der EU-Kommission Ursula von der Leyen an, dass die EU in ihrem nächsten Sanktionspaket auch russisches Öl sanktioniert werden könnte. In einem solchen Falle würde das Angebot auf dem europäischen Markt schlagartig sehr knapp und die Preise würden massiv anziehen.

Der Aufwärtstrend beim Heizölpreis setzt sich in der D-A-CH-Region fort. In Deutschland liegt die Steigerung bei im Schnitt 1,4 Cent und in Österreich bei 0,85 Cent pro Liter Heizöl.

Die Nachfrage war über Ostern zusätzlich verbunden mit steigenden Preisen gering. Viele Heizölinteressenten haben das Wochenende für die Erholung und das Feiern mit Familie und Freunden genutzt und stehen nun vor stark gestiegenen Heizölpreisen. Positiv wiederum ist das Wetter, welches größtenteils gen Wärme tendiert. Ob sich das Abwarten des Endes der Heizölsaison lohnt, wird aktuell unsicher. Mit möglichen direkten Sanktionen von russischem Öl und Gas könnten die Preise trotz des kommenden Sommers und des Endes der Heizperiode massiv anziehen.


Börsendaten:
Dienstag 19.04.2022 - 11:23 Uhr Schluss Vortag 18.04.2022 Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 111,61 $ pro Barrel 112,74 $ pro Barrel -1,00%
Gasöl 1.124,75 $ pro Tonne 1.151,00 $ pro Tonne -2,28%
Euro/Dollar 1,0802 $ 1,0780 $ +0,20% (etwas fester)
USD/CHF 0,9460 CHF 0,9445 CHF +0,16% (konstant)

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