Nach einer Datenanalyse kam heraus, dass die OPEC+ ihre angegebene Förderquotenerhöhung nicht einhalten konnte. Richtungsweisend für den Heizölpreis werden in den nächsten Tagen zum einen die US-Bestandsdaten des API und DOE erwartet und zum anderen das OPEC+ Meeting an diesem Donnerstag.
Die OPEC+ steigern ihre Produktion in den letzten Monaten eigentlich um 400.000 B/T. Jetzt gibt es allerdings erste Daten, z. B. von getrackten Tankern, die besagen, dass die tatsächliche Steigerung für den vergangenen Monat bei gerade einmal 140.000 B/T liegt. Dies verschärft das ohnehin vorhandene globale Angebotsdefizit an Rohöl und wirkt sich somit preistreibend auf Ölprodukte wie Heizöl aus. Hauptsächlich Nigeria und Angola sollen hinter den Erwartungen zurückgeblieben sein, während beispielsweise der Irak und Saudi-Arabien Ihre Quoten erfüllt haben.
Diese Meldung stützt auch die Erwartungen der Markteilnehmer und Aussagen einzelner OPEC+ Mitglieder, dass bei dem nächsten Meeting der OPEC+ am 04. November keine außerplanmäßigen Erhöhungen der Förderquoten beschlossen werden.
Aufgrund der Lockerungen der Einreisebeschränkungen für z. B. die USA und Thailand, wird damit gerechnet, dass sich der Flugverkehr wieder deutlich erholt. Seit dem Begin der Pandemie ist dieser und der damit verbundene Kraftstoffverbrauch drastisch zurück gegangen. Mit den Lockerungen sollte sich dieser Trend langsam wieder umkehren.
Mit Spannung werden nun die Öl-Bestandsdaten aus den USA erwartet. Den Anfang macht heute das US American Petroleum Institute (API) gefolgt morgen vom US-amerikanischen Department of Energy (DOE). Es wird davon ausgegangen, dass die Rohölbestände angestiegen sind, während Rückgänge bei den Rohölprodukten wie Heizöl und Benzin erwartet werden.
Aufgrund fehlender Impulse im Aus- oder Inland, gibt es nur geringe Anpassungen im Heizölpreis in der D-A-CH-Region. Die Schweizer starten mit einem kleinen Aufpreis von durchschnittlich 0,05 Rappen pro Liter Heizöl in den Tag. Die Deutschen zahlen heute früh im Schnitt 0,15 Cent pro Liter mehr und in Österreich zahlen Interessenten im Mittel 0,2 Cent mehr pro Liter Heizöl.
Der Trend zur schwächeren Heizölnachfrage setzt sich ebenfalls fort. Während die Preise sich auf einem konstant hohen Niveau halten, kaufen die Heizölnutzer immer kleinere Mengen pro Bestellungen und insgesamt geht die Nachfrage ebenfalls zurück. Wer jetzt noch kaufen muss, sollte ebenfalls über die Bestellung von Teilmengen nachdenken, um die aktuellen Rekordpreise bestmöglich zu umgehen.
Börsendaten:
| Dienstag 02.11.2021 - 09:51 Uhr | Schluss Vortag 01.11.2021 | Veränderung zum Vortag | |
|---|---|---|---|
| Rohöl Brent Crude | 85,10 $ pro Barrel | 84,55 $ pro Barrel | +0,65% |
| Gasöl | 728,75 $ pro Tonne | 727,00 $ pro Tonne | +0,24% |
| Euro/Dollar | 1,1596 $ | 1,1602 $ | -0,05% (konstant) |
| USD/CHF | 0,9113 CHF | 0,9091 CHF | +0,24% (etwas fester) |
alle Angaben ohne Gewähr |