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Heizölabwärtstrend kurz- oder langfristig?

Im Schnitt sind die Heizölpreise in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Vortagesvergleich gefallen. Aktuell mit einem Minus von 1,35 Cent pro Liter in Deutschland am stärksten. Die neusten offiziellen chinesischen Zahlen zu der Corona-Endemie geben dem Ölmarkt Hoffnung auf eine schnelle Nachfrageerholung im chinesischen Markt. Der Bericht des DOE zeigt wesentlich geringere Abweichungen von den Markterwartungen als der Bericht des API, womit der preissenkende Einfluss sehr gering ausfällt.

Die Kurse für WTI, Brent und ICE Gasoil sind leicht gefallen, der Euro konnte dagegen die psychologisch wichtige 1,09 Dollar Marke knacken. Damit ergibt sich aktuell weiteres Abwärtspotential für die Heizölpreise. Ein Fass der US-amerikanischen Sorte WTI wird aktuell mit 80,42 Dollar, einem Minus von 0,05 Prozent, gehandelt. Ein Fass der Nordseesorte Brent wird aktuell mit 86,23 Dollar gehandelt, einem Plus von 0,06 Prozent. Ein Dollar wird aktuell mit 1,092 Dollar, einem Plus von 0,02 Prozent, gehandelt. Der ICE Gasoil Terminkontrakt wird aktuell mit 959,00 Dollar, einem Plus von 0,16 Prozent, gehandelt.

Der Markt erhofft sich aufgrund der neusten chinesischen Zahlen zur dortigen Corona-Endemie eine baldige Erholung der chinesischen Ölnachfrage. China kam Anfang des Jahres, nach der sofortigen Aussetzung seiner Anti-Corona-Maßnahmen im Dezember 2022, in die Kritik, weil die veröffentlichten Zahlen massiv an der Wirklichkeit vorbeizugehen schienen. Die neuen Regierungszahlen zeigen allerdings auf, dass die schweren Verläufe und Todeszahlen um ca. 70 Prozent im Vergleich zur ersten Jahreswoche 2023 zurückgegangen sind. Es wird zwar weiterhin bemängelt, dass diese Zahlen nicht die ganze Wahrheit abzubilden scheinen, die Ölhändler werten diese dennoch bereits als preissteigernden Faktor. Experten aus dem Gesundheitswesen gehen wiederum davon aus, dass die aktuelle Reisewelle zum chinesischen Neujahrsfest die Coronazahlen wieder nach oben drücken wird.

Der Bericht des US-amerikanischen Department of Energy (DOE) konnte leider diese Woche den des American Petroleum Institute vom Vortag nicht bestätigen. Tendenziell wirkt er zwar auch preissenkend, allerdings in weit geringerem Ausmaß. Der Markt erwartete einen Anstieg der Rohölbestände der USA um 0,1 Mio. Barrel, das API ging von einem Plus von 3,4 Mio. Barrel aus und das DOE konnte nun 0,5 Mio. Barrel Anstieg bestätigen. Dies entspricht zwar dem Fünffachen der Markterwartung, ist insgesamt allerdings nur ein minimaler Anstieg. Die Destillate fielen mit 0,5 Mio. Barrel weit weniger als vom API und Markt erwartet, was positiv ist, allerdings gehen die Zahlen insgesamt nur geringfügig auseinander, ähnlich auch bei den Benzinbeständen der USA. Die Raffinerieauslastung der USA ist geringfügig gestiegen, hat sich allerdings immer noch nicht vollständig von dem Kälteeinbruch Anfang des Jahres erholt, was bezogen auf die Heizölpreise tendenziell preistreibend einzuordnen ist.

Die Heizölpreise in der D-A-CH-Region sind tendenziell erneut gefallen. Einzig in Österreich verharren die Heizölpreise noch auf ihrem Seitwärtstrend. In Deutschland können sich Heizölkunden über einen Preisrückgang von 1,35 Cent pro Liter Heizöl freuen. Das Bestellvolumen lag trotz der stark sinkenden Preise nur minimal über den Vortageszahlen. 


Börsendaten:
Donnerstag 26.01.2023 - 10:11 Uhr Schluss Vortag 25.01.2023 Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 86,09 $ pro Barrel 86,15 $ pro Barrel -0,07%
Gasöl 946,00 $ pro Tonne 955,25 $ pro Tonne -0,97%
Euro/Dollar 1,0906 $ 1,0914 $ -0,07% (konstant)
USD/CHF 0,9188 CHF 0,9177 CHF +0,12% (konstant)

alle Angaben ohne Gewähr

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