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Heizöl: Erneuter Preisrutsch kurbelt Nachfrage an

Nach dem erneuten Preisrutsch am Mittwoch, stabilisieren sich die Ölpreise an den Börsen am Donnerstagvormittag. Die Angst vor einer schwächer werdenden weltweiten Konjunktur schwebt wie ein Damoklesschwert über dem Parkett und hat auch die Finanzmärkte fest im Griff. In Deutschland und der Schweiz, wo der Preisfall bei den Inlandspreisen deutlich zu spüren ist, steigt die Nachfrage sprunghaft an. In Österreich bleibt dieser vorerst noch aus.

Die Ölpreise gerieten am Mittwoch weiter unter Druck. Die Angst vor einer globalen Rezession führte erneut zu einem Kursrutsch der Rohöl-Notierungen an ICE und NYMEX. Die hohe Inflation, teure Energiepreise und Lebensmittelknappheit schwächen die Weltwirtschaft und halten die Nachfrage in Schach. Vor allem die die Nachfrage aus China enttäuscht, wo wegen der Null-COVID-Strategie regelmäßig neue strenge Lockdowns verhängt werden und das öffentliche Leben lahmlegen. Mit der Anhebung des Leitzins im Juli um 0,25 Prozent wendet sich die Europäische Zentralbank (EZB) nun vorsichtig von der Nullzinspolitik ab. Im Herbst soll es weitere Zinsanhebungen geben. Mit höheren Zinsen steigen allerdings auch die Investitionskosten, die wiederum das Wirtschaftswachstum einschränken. Im frühen Donnerstaghandel konnten die Ölpreise ihre Rutschpartie vorerst stoppen. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent rappelte sich zurück auf die 100 US-Dollar Marke. Ein Fass der amerikanischen Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) kostete am Morgen 98,48 US-Dollar.

Aufgrund des US-Feiertages am Montag verschob sich die Veröffentlichung der US-Bestandsdaten des American Petroleum Institute (API). Dieses meldete gestern für die vergangene Berichtswoche Aufbauten von 3,8 Mio. Barrel bei den Rohölvorräten. Zur Überraschung der Anleger, die mit einem Rückgang rechneten. Vor allem sind es aber die Benzinvorräte, die in den Sommermonaten wichtiger Wirtschaftsindikator sind. Diese sanken stärker als erwartet um 1,8 Mio. Barrel und glichen die bearishen Aufbauten beim Rohöl komplett aus, sodass der Bericht einen unbewegten Eindruck hinterließ und keine weiteren Impulse lieferte. Die für heute anstehenden offiziellen Daten des Department of Energy liefern zu den Veränderungen der US-Bestände zusätzlich Informationen zur Nachfrage, Importen und Exporten.

Die Nachfrage in Deutschland ist mit dem regelrechten Heizölpreisrutsch in den letzten beiden Tagen enorm angestiegen. Im Vergleich zu Montag kostet eine 3.000 Liter Bestellung heute gut 210 Euro weniger. Auch Schweizer Ölheizer können aktuell wesentlich günstiger tanken als noch zu Beginn der Woche. Hier sind es rund 340 Schweizer Franken, die für eine 3.000 Liter Order eingespart werden können. Anders als in Deutschland und der Schweiz kam der Preisfall der Heizölpreise in Österreich nicht an. Hier pegelt sich die Preiskurve seitwärts ein. Die Abschläge bewegen sich noch im marginalen Bereich. Kurz vor der Reisezeit kommt der Preisfall sehr gelegen, um sich für die nächste Heizsaison zu bevorraten. Die Lieferzeiten sind zu dieser Zeit noch überschaubar. Drei bis vier Wochen dauert es im Durchschnitt von der Bestellung bis zur Lieferung, sodass im besten Fall der Tank schon voll ist, bevor es in den Urlaub geht.


Börsendaten:
Donnerstag 07.07.2022 - 13:20 Uhr Schluss Vortag 06.07.2022 Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 101,48 $ pro Barrel 99,90 $ pro Barrel +1,58%
Gasöl 1.056,75 $ pro Tonne 1.066,00 $ pro Tonne -0,87%
Euro/Dollar 1,0190 $ 1,0182 $ +0,08% (konstant)
USD/CHF 0,9721 CHF 0,9701 CHF +0,21% (etwas fester)



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