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Heizöl – Abwärtstrend ungebrochen

In der Schweiz, Deutschland und Österreich sind die Heizölpreise im Vortagesvergleich erneut spürbar gefallen. In Deutschland mit einem durchschnittlichen Rückgang von 0,65 Cent pro Liter. Die USA haben neue Sanktionen erlassen, welche die Einkünfte des Irans aus illegalen Ölverkäufen beschneiden sollen. Laut ersten Analysten hat die OPEC in der ersten Hälfte des aktuellen Monats ca. 1,0 Mio. B/T weniger Rohöl exportiert.

Die Rohölpreise sind erneut gefallen und die US-amerikanische Marke WTI hat sogar die psychologisch wichtige 80 Dollar pro Fass Marke unterschritten. Ein Fass WTI wird aktuell mit 79,02 Dollar, einem Minus von 0,28 Prozent, gehandelt. Ein Fass der Nordseesorte Brent wird aktuell mit 86,61 Dollar, einem Minus von 0,4 Prozent, gehandelt. Der Euro musste leider ebenfalls Verluste hinnehmen und wird aktuell mit 1,0349 Dollar gehandelt, einem Minus von 0,15 Prozent. Der ICE Gasoil Terminkontrakt fiel im Vortagesvergleich ebenfalls deutlich, konnte im heutigen Tagesverlauf bisher minimale 0,21 Prozent Gewinn machen und wird aktuell mit 958,00 Dollar gehandelt. Damit sollten wir auch am heutigen Handelstag weiterfallende Heizölpreise sehen.

Mittelfristig negative Nachrichten für die Heizölpreise kommen aus dem Iran. Nachdem die Verhandlungen über eine Rückkehr zum Atomabkommen zwischen dem Iran und den USA schon vor Monaten gescheitert sind, wurden nun durch die USA neue Sanktionen gegen mehr als ein Dutzend Unternehmen verhängt. Diese haben dem Iran dabei geholfen Rohöl und Ölprodukte im Wert von mehreren hundert Millionen Dollar nach Ostasien zu verkaufen. Inwieweit die neuen Sanktionen den Iran einschränken werden, bleibt abzuwarten. Sollten sie allerdings Wirkung zeigen, würde das knappe Angebot auf dem Weltmarkt weiter eingeschränkt werden und damit die Preise tendenziell steigen.

Ebenfalls kurz- bis mittelfristig negativ wird sich auswirken, dass die Förderquotenkürzungen der OPEC+ Effekt zu zeigen scheinen. Mehrere Firmen, die die Routen der mit Rohölbeladenen Schiffe auswerten, haben in der ersten Monatshälfte einen Rückgang der OPEC-Exporte um ca. eine Mio. B/T festgestellt. Dabei entfallen nach den Schätzungen der Unternehmen 430.000 bis 676.000 B/T auf den größten Produzenten der OPEC+ Saudi-Arabien. Offen ist noch, ob die Exporte in der zweiten Novemberhälfte wieder anziehen und so das Defizit ausgleichen.

In der D-A-CH-Region profitieren wir allerdings vorerst noch von den Sorgen des marktes vor einer Rezession in z. B. den USA oder Deutschland, sowie dem Nachfragerückgang aufgrund der Coronamaßnahmen in China. Beides drückt weiter auf den globalen Ölverbrauch und damit die Preise. In Deutschland gibt es ein durchschnittliches Minus von 0,65 Cent pro Liter Heizöl und in Österreich profitieren Interessenten von einem Rückgang von im Durchschnitt 0,3 Cent pro Liter Heizöl.

Trotz der sinkenden Preise wurden gestern 30 Prozent weniger Bestellungen ausgelöst als am Vortag. Die Meinung unter den Interessenten ist im Moment abzuwarten und so günstig wie möglich vollzutanken. Kurzfristig könnte diese Strategie aufgehen, da erst Anfang Dezember dieses Jahres aktuell definitive preistreibende Faktoren absehbar sind. Dennoch sollten Interessenten sehr regelmäßig die Heizölpreise prüfen. Wie diese Woche zusehen war, hat der vermutete Raketenangriff durch Russland auf Polen die Heizölpreise sofort und verhältnismäßig stark ansteigen lassen, obwohl es noch keine genauen Informationen gab. 


Börsendaten:
Freitag 18.11.2022 - 10:40 Uhr Schluss Vortag 17.11.2022 Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 90,09 $ pro Barrel 90,06 $ pro Barrel +0,03%
Gasöl 966,75 $ pro Tonne 961,00 $ pro Tonne +0,60%
Euro/Dollar 1,0388 $ 1,0363 $ +0,24% (etwas fester)
USD/CHF 0,9505 CHF 0,9521 CHF -0,17% (konstant)

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