Die Heizölpreise in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind im Vortagesvergleich gestiegen. Die vom Iran unterstützen Houthi-Rebellen haben die VAE angegriffen als dort der israelische Staatspräsident zu besuch war. Der Ölmarkt geht im Zuge des am Mittwoch stattfindenden OPEC+-Meetings, unabhängig vom Ausgang, von steigenden Ölpreisen aus.
Nicht nur der Ukraine-Konflikt stützt die Ölpreise, sondern auch der Konflikt im Nahen Osten. Während der israelische Staatspräsident die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) besucht, griffen die vom Iran unterstützen Houthi-Rebellen erneut die VAE mit einer Rakete an. Die VAE gaben an, dass diese abgefangen wurde und es keine Opfer zu beklagen gab. Der Iran ist prinzipiell feindlich gegenüber Israel eingestellt und eine Annährung von Israel und den anderen Staaten im Nahen Osten wird nicht gern gesehen. In den letzten Wochen gab es mindestens drei Angriffe dieser Art.
Ungewöhnlich preistreibend wird das am 02.02.2022 stattfindende OPEC+ Meeting betrachtet. Trotz dessen, dass erwartet wird, dass das Bündnis seine Förderquotensteigerungen von 4000.000 B/T beibehalten wird, rechnet der Markt mit steigenden Preisen. Hintergrund bleibt, dass in den vergangenen Monaten das Bündnis mehrfach hinter den selbstgesteckten Zielen zurückblieb. Für Viele der 23 Mitgliedsstaaten nimmt der Ölmarkt inzwischen an, dass kurzfristige Fördermengensteigerungen gar nicht möglich sind. Dies zusammen mit dem weiterhin bestehenden Defizit auf der Angebotsseite und den global schwellenden Konflikten sorgt für massive Risikoaufschläge bei den Rohölverkaufen, welche sich auch auf den Heizölpreis auswirken. Aktuelles Hauptaugenmerkt liegt dabei auf dem Ukraine-Konflikt. Ein Ausbrechen von diesem würde nicht nur die Ölpreise, sondern beispielsweise auch die Gaspreise explodieren lassen.
In der D-A-CH-Region starten wir größtenteils auf dem Preisniveau der Vortage in den Tag.
Nachfrageseitig war das Wochenende knapp auf dem Niveau der letzten Wochen. Trotz Rekordpreisen ist der Bedarf hoch und da die Zeichen weiter auf Preisanstieg stehen, nimmt weiterhin eine große Anzahl an Heizölinteressenten die Gelegenheit zum Kauf war. Selbst wenn sich die Konflikte wie z. B. in der Ukraine entspannen, werden die Heizölpreise voraussichtlich nur geringfügig fallen. -fr-
Börsendaten:
| Montag 31.01.2022 - 09:42 Uhr | Schluss Vortag 30.01.2022 | Veränderung zum Vortag | |
|---|---|---|---|
| Rohöl Brent Crude | 90,64 $ pro Barrel | 90,54 $ pro Barrel | +0,11% |
| Gasöl | 803,25 $ pro Tonne | 798,50 $ pro Tonne | +0,59% |
| Euro/Dollar | 1,1178 $ | 1,1143 $ | +0,31% (etwas fester) |
| USD/CHF | 0,9309 CHF | 0,9309 CHF | 0,00% (konstant) |
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