Die Heizölpreise in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind im Vortagesvergleich im Schnitt stabil geblieben. Das Ergebnis des OPEC+ Meetings bestätigte die Erwartungen des Ölmarktes. Die Konflikte im Nahen Osten und der Ukraine bleiben vorerst Thema Nummer eins am Ölmarkt.
Das OPEC+ Meeting ist wie vom Markt erwartet ausgegangen. Das Förderbündnis hat beschlossen auch im März 2022 seine Förderquoten um 400.000 B/T zu erhöhen. Der Markt sieht diese Entwicklung allerdings als Eingeständnis der OPEC+ die selbstgesteckten Ziele nicht mit Sicherheit erfüllen zu können, so dass spürbare Ölpreisbewegungen ausblieben. Der Blick des Ölmarktes richtet sich daher wieder auf die Konflikte im Nahen Osten und der Ukraine.
Am gestrigen Mittwoch wehrten die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) erneut einige Drohnenangriffe ab. Diesmal bekannten sich allerdings nicht die vom Iran unterstützten Houthi-Rebellen aus dem Jemen zu dem Anschlag sondern eine eher unbekannte Terror-Organisation namens „True Promise Brigade“. Die steigende Anzahl an Angriffen verbreitet Sorge am Ölmarkt, da dieser daraus resultierende Rohöl-Produktionsausfälle befürchtet.
In der Ukraine dagegen gibt es scheinbar entspannende Entwicklungen. Die USA wollen zwar kurzfristig 2.000 weitere Soldaten in Deutschland und Polen stationieren, als Geste der Unterstützung ihrer Bündnispartner, allerdings wird die Rhetorik der USA deeskalierender. Eine Sprecherin der Regierung der USA gab an, dass man die Gefahr einer Invasion Russlands in die Ukraine nicht mehr als unmittelbar bevorstehend einstuft. Es gibt sogar eine indirekte Entschuldigung in Richtung Moskau mit den Worten der Sprecherin Jen Psaki „Ich habe [diesen Begriff] einmal benutzt. Ich denke, andere haben ihn einmal benutzt. Und dann haben wir aufgehört, ihn zu verwenden, weil ich denke, er vermittelte eine – eine Botschaft die wir nicht vermitteln wollten, nämlich, dass wir wüssten, dass Präsident Putin eine Entscheidung getroffen hätte.“.
In der D-A-CH-Region wirken sich die internationalen Neuigkeiten neutral auf den Heizölpreis aus. Im Vortagesvergleich stiegen die Heizölpreise pro Liter in Deutschland um durchschnittlich 0,05 Cent. In Österreich und der Schweiz sind die Preise dagegen im Schnitt auf dem Vortagesniveau verblieben.
Die Nachfrage am gestrigen Mittwoch lag ca. 25% unter der des Dienstages. Die Heizölinteressenten hatten sich hier wahrscheinlich eine deutliche Ansage der OPEC+ an den Markt erhofft und auf im Zuge dessen fallende Preise gesetzt. Diese Hoffnung wurde vorerst nicht erfüllt. Kurzfristig gibt es damit keine sichere Hoffnung auf fallende Heizölpreise und auf der anderen Seite weiterhin ein starkes Angebotsdefizit und schwelende internationale Konflikte, welche die Heizölpreise vorerst mindestens hochhalten oder sogar weiter nach oben treiben.
Börsendaten:
| Donnerstag 03.02.2022 - 10:04 Uhr | Schluss Vortag 02.02.2022 | Veränderung zum Vortag | |
|---|---|---|---|
| Rohöl Brent Crude | 88,97 $ pro Barrel | 89,34 $ pro Barrel | -0,41% |
| Gasöl | 807,25 $ pro Tonne | 807,75 $ pro Tonne | -0,06% |
| Euro/Dollar | 1,1295 $ | 1,1303 $ | -0,07% (konstant) |
| USD/CHF | 0,9214 CHF | 0,9185 CHF | +0,32% (etwas fester) |
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