Die Schweiz startet mit dem höchsten Heizölpreisanstieg und Preis in den Dienstagvormittag. Nichtsdestotrotz befinden sich auch Deutschland und Österreich in einem starken preislichen Aufwärtstrend.
Die Rohöl- und damit Heizölpreise werden auch weiterhin von den hohen Gaspreisen und dem, im Verhältnis zum weltweiten Bedarf, geringen Angebot von Rohöl nach oben gedrückt. Ein Barrel der Marke WTI kostet aktuell rund 74,90 Dollar und nährt sich der 75 Dollar Marke. Die Nordsee-Rohölsorte Brent hingegen hat bereits die 80 Dollar Marke geknackt und liegt aktuell bei ca. 80,15 Dollar pro Barrel. Etwas Entspannung könnte das Wetter bringen und die Preise wieder etwas drücken, da Meteorologen für Oktober nicht mit verhältnismäßig sehr niedrigen Temperaturen rechnen. Mit etwas mehr Rohöl auf der Angebotsseite kann aus dem Sudan gerechnet werden. Die Häfen im Osten des Landes, welche als Exporthub des südsudanesischen Rohöls dient, wurden bisher von einigen wirtschaftlich benachteiligten sudanesischen Stämmen blockiert. Diese Blockade konnte nun voraussichtlich aufgehoben werden. Damit werden dem Weltmarkt wieder rund 185.000 Barrel Rohöl mehr pro Tag zur Verfügung stehen.
Im Vergleich zum Montag der Vorwoche, ist die Nachfrage um durchschnittlich 12 Prozent gestiegen und liegt damit bei mehr als dem doppelten der Käufe Ende August Anfang September. Aufgrund der beginnenden Heizsaison und internationalen Angebotsengpässe werden sowohl die Preise als auch die Nachfrage weiterhin steigen, da niemand mit leerem Tank in den Winter starten will.
| Dienstag 28.09.2021 - 11:11 Uhr | Schluss Vortag 27.09.2021 | Veränderung zum Vortag | |
|---|---|---|---|
| Rohöl Brent Crude | 80,36 $ pro Barrel | 79,33 $ pro Barrel | +1,30% |
| Gasöl | 673,00 $ pro Tonne | 667,00 $ pro Tonne | +0,90% |
| Euro/Dollar | 1,1677 $ | 1,1697 $ | -0,17% (konstant) |
| USD/CHF | 0,9279 CHF | 0,9252 CHF | +0,29% (etwas fester) |
alle Angaben ohne Gewähr |