In Deutschland ist das Heizöl pro 100 Liter im Schnitt das erste Mal dieses Jahr teurer als in Österreich. Durchschnittlich stieg der Preis im Vergleich zum Vortag in beiden Ländern um 0,7 Cent pro Liter.
Obwohl das US-amerikanische American Petroleum Institute (API) meldete, dass sich die Bestände in den USA erhöht haben und damit normalerweise eine Preissenkung bei Rohöl und damit auch Heizölauslösen, ging es preislich weiterhin bergauf. Ein Grund dafür ist, dass es bei den Destillaten, zu welchen auch Heizöl zählt, nur minimale Aufbauten gab. Diese sind allerdings in der Heizsaison relevanter und die massiven Aufbauten beim Benzin eher vernachlässigbar, da die US-amerikanische Fahrsaison beendet ist. Weiterhin preistreibend wirkt sich die Rohstoffknappheit z. B. bei Gas sowie die Mitteilung der OPEC+, die Fördermengen nicht außerplanmäßig zu erhöhen, aus. Sollte der Winter sich als sehr kalt erweisen, vermuten Experten, dass die OPEC+ dennoch außerplanmäßig die Fördermengen kurzfristig anheben wird und damit die Preise fallen könnten. Ein Lichtblick könnte die Mitteilung des saudi-arabischen Unternehmens Saudi Aramco sein. Dieses kündigte für November diesen Jahres an die Rohölexportpreise für Nordwesteuropa zu senken.
Wer trotz der hohen Preise für Heizöl günstig einkaufen will, dem empfehlen wir Teilmengen zu bestellen, um über den Winter zu kommen und den Tank dann nach der Heizsaison aufzufüllen um im nächsten Jahr eine Situation wie in diesem Winter zu vermeiden.
Börsendaten:
| Mittwoch 06.10.2021 - 10:24 Uhr | Schluss Vortag 05.10.2021 | Veränderung zum Vortag | |
|---|---|---|---|
| Rohöl Brent Crude | 82,49 $ pro Barrel | 82,60 $ pro Barrel | -0,13% |
| Gasöl | 719,75 $ pro Tonne | 718,00 $ pro Tonne | +0,24% |
| Euro/Dollar | 1,1556 $ | 1,1595 $ | -0,34% (etwas schwächer) |
| USD/CHF | 0,9302 CHF | 0,9280 CHF | +0,24% (etwas fester) |
alle Angaben ohne Gewähr |