In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind die Heizölpreise im Vortagesvergleich um durchschnittlich 0,5 Cent gesunken. Aus dem OPEC-Bericht für den Januar 2022 geht hervor, dass das Bündnis erneut seine eigenen Förderquoten nicht voll ausschöpfen konnte. In den Verhandlungen zum Atomabkommen zwischen dem Iran und den USA gibt es laut Sprechern der USA und Europas signifikante Fortschritte.
Der gestern veröffentlichte Monats-Bericht der der OPEC sorgt wieder für anziehende Ölpreise. Zum einen wird in dem Bericht prognostiziert, dass die Produktion der nicht OPEC Länder rückläufig ist und zum anderen zeigt der Bericht, dass die OPEC selbst erneut ihre eigenen Förderquoten nicht komplett ausnutzen konnten. Mit Sorge blickt der Ölmarkt auf Libyen. In dem Land vermehren sich die internen Unruhen und eine Rückkehr zum offenen Bürgerkrieg wird aktuell wahrscheinlicher. Das Land fördert aktuell rund 1 Mio. Barrel Rohöl am Tag und der Wegfall von diesem würde die bereits knappe globale Angebotslage weiter verschlimmern.
Spanend bleibt es bei den Verhandlungen mit dem Iran und dem Ukraine-Konflikt. Sowohl aus den USA als auch von den europäischen Unterhändlern gibt es aktuell Kommentare, die besagen, dass ein „entscheidender Punkt“ in den Verhandlungen erreicht sei und man nun die „letzten Schritte“ finalisiere. Sollte es zu einer Einigung kommen, zu der es noch keinerlei konkrete Informationen gibt, würde dies signifikante Mengen iranischen Rohöls für den Weltmarkt zur Verfügung stellen. Auf der anderen Seite befürchten Analysten, dass eine Eskalation des Ukraine-Konflikts die globalen Rohölpreise auf 120 bis 150 Dollar pro Fass treiben könnte. Russland produziert ca. 11 Mio. B/T Rohöl. Ungefähr die Hälfte wird ins Ausland verkauft. Sollte diese ins Ausland exportierte Menge um nur die Hälfte sinken, könnten bereits die prognostizierten Preise eintreten.
Aufgrund der am Donnerstag im Vergleich zum Mittwoch gestiegenen Heizölpreise, ist die Nachfrage im gleichen Vergleichszeitraum um ca. 30% zurückgegangen. Mit den Rückgängen am heutigen Vormittag, die sich wahrscheinlich im Tagesverlauf wieder umkehren, könnten wir allerdings einen höheren Bedarf im Vergleich zu gestern sehen.
Börsendaten:
| Freitag 11.02.2022 - 09:59 Uhr | Schluss Vortag 10.02.2022 | Veränderung zum Vortag | |
|---|---|---|---|
| Rohöl Brent Crude | 91,35 $ pro Barrel | 91,43 $ pro Barrel | -0,09% |
| Gasöl | 813,00 $ pro Tonne | 829,75 $ pro Tonne | -2,02% |
| Euro/Dollar | 1,1397 $ | 1,1427 $ | -0,26% (etwas schwächer) |
| USD/CHF | 0,9273 CHF | 0,9252 CHF | +0,23% (etwas fester) |
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