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Heizölpreise steigen nach Feiertagswochenende an

Die Heizölpreise in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind über das Wochenende recht deutlich gestiegen. Im Vergleich zu Freitag zeigen sich Aufschläge von rund einem Cent bzw. Rappen je Liter. Damit ist die Kursentwicklung von Freitagnachmittag eingepreist. Am Montag zeigen sich die Ölbörsen zunächst neutral. Enttäuschende chinesische Wirtschaftszahlen für April 2023 und vermutete Zinsanhebungen in den USA und Europa drücken die Rohölpreise, haben allerdings noch keine Auswirkung auf die Produktpreise. Trotz gegenseitiger Verstaatlichungen von Unternehmen, stiegen die russischen Gasimporte nach Europa im April an.

Der Euro sowie die Rohölsorten WTI und Brent befinden sich aktuell auf Abwärtskurs, während ICE Gasoil eine Seitwärtsbewegung vollzieht. Damit besteht wenig Veränderungspotential Aufwärtspotential bei den heutigen Heizölpreisen. Ein Fass der US-amerikanischen Sorte WTI wird derzeit mit 75,62 Dollar und ein Fass der Nordseesorte Brent mit 79,33 Dollar gehandelt. Der Euro notiert aktuell mit 1,09 Dollar und ICE Gasoil wird mit 694,00 Dollar pro Tonne gehandelt.

Die Rohölpreise sind gefallen, nachdem einerseits die am Wochenende veröffentlichten chinesischen Wirtschafsdaten erstmalig seit Dezember 2022 wieder rückläufig waren und andererseits, weil die US-amerikanische Notenbank (Fed) in seiner nächsten Sitzung die Zinsen voraussichtlich wieder anheben wird. Chinas Wirtschaft leidet besonders im Exportsektor, in welchem rund 18 Prozent der chinesischen Arbeitnehmer beschäftigt sind. Die globalen Auswirkungen der Inflation drücken dabei die chinesischen Zahlen nach unten. In den USA wurde am Montag die First Republic Bank (FRB) von der US-amerikanischen Federal Deposit Insurance Corp (FDIC) übernommen und an die Großbank JPMorgan verkauft. Die FRB litt unter der Anlegerflucht von den kleinen und mittleren Banken zu den Großen, welche durch die Bankenpleiten im März 2023 in den USA ausgelöst wurde. Nachdem die Bank letzte Woche einen Kapitalrückgang von über 100 Milliarden Dollar im ersten Quartal 2023 bekannt gab, setzte eine erneute Kapitalflucht ein. Es wird erwartet, dass die Fed dennoch die Zinsen anheben wird. Dies könnte weitere Bankenpleiten und Nachfragerückgänge auslösen und damit unter anderem auch die Ölnachfrage senken.

Während Russland und Europa sich immer intensiver um die in den jeweiligen Ländern vorhandene Infrastruktur streiten, stiegen die russischen Gasexporte über die TurkStream Pipeline nach Europa. Im Vergleich der Monate März und April 2023 stiegen diese laut der European gas trasmission group (Entsog) um rund 7,5 Prozent von 70,3 auf 75,6 Mio. Kubikmeter an. Auf der anderen Seite hat Russland die Kontrolle über die in Russland befindlichen Vermögenswerte der finnischen Firma Fortum und der deutschen Uniper übernommen. Dies wiederum war unter anderem eine Reaktion auf die Verstaatlichung der Gazprom Germania und Treuhandverwaltung der Anteile des russischen Staatskonzerns Rosneft an den deutschen Raffinerien PCK Schwedt, MiRO und Bayernoil.

In der D-A-CH-Region stiegen die Heizölpreise über das Feiertagswochenende deutlich an. Während die Preise in Deutschland und der Schweiz im Vortagesvergleich weiter steigen, fielen sie in Österreich um durchschnittlich 0,3 Cent pro Liter. Vom Sonntag auf den Montag stiegen die Preise allerdings im Schnitt um 0,95 Cent pro Liter. Der Durchschnitt wird heute größtenteils vom Bundesland Vorarlberg heruntergezogen, in den restlichen Gebieten fallen die Preisbewegungen gering aus. In der Schweiz stiegen die Heizölpreise im Durchschnitt um 0,25 Rappen pro Liter. Trotz der Anstiege des Wochenendes wird der Liter Heizöl in den Kantonen Basel-Land und Basel-Stadt noch unter einem Franken gehandelt. In Deutschland stiegen die Heizölpreise im Vortagesvergleich um durchschnittlich 0,85 Cent pro Liter. Baden-Württemberg ist dabei das Bundesland mit dem aktuell höchsten Anstieg zum Vortag. Die Anzahl der Bestellungen war aufgrund des Feiertagswochenendes erwartungsgemäß rückläufig. 


Börsendaten:
Dienstag 02.05.2023 - 12:55 Uhr Schluss Vortag 01.05.2023 Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 78,97 $ pro Barrel 79,43 $ pro Barrel -0,58%
Gasöl 691,00 $ pro Tonne 692,00 $ pro Tonne -0,14%
Euro/Dollar 1,0958 $ 1,0971 $ -0,12% (konstant)
USD/CHF 0,8988 CHF 0,8956 CHF +0,36% (etwas fester)

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