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Die Zukunft der Ölheizung
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Verlässliche Wärme für viele Jahre mit Ihrer Ölheizung
Die aktuelle politische Situation verunsichert die österreichischen ÖlheizungsbesitzerInnen immens. Wir als Ihr Energieanbieter sind auch weiterhin für Sie und Ihre Ölheizung da! Denn das Ende der fossilen Brennstoffe bedeutet kein technisches Verbot der Heizungsanlage selbst. Um Ihnen einen Überblick über die aktuelle Gesetzeslage rund um Ölheizungsverbote, synthetische Brennstoffe, innovative Projekte und vieles mehr zu geben, haben wir für Sie einige Beiträge zu diesem Thema zusammengestellt. 
Informationsblatt für Ölheizungsbesitzer
Die jüngsten Aussagen in den Medien zum Ölheizungsverbot haben bei vielen Ölheizungsbesitzern zu Unsicherheiten über die tatsächlich geltende Rechtslage geführt. Die Aussagen des Bundesministeriums für Klimaschutz haben sich auf Fristen bezogen, die im Regierungsabkommen der beiden Koalitionspartner vereinbart wurden. Darin ist ein Austauschverbot ab 2021, ein Umtauschgebot von Kesseln älter als 25 Jahre ab 2025 sowie ein generelles Ölheizungsverbot ab 2035 vorgesehen.

Es ist wichtig zu verstehen, dass die Vorgaben zum Thema Heizen aufgrund der verfassungsrechtlichen Kompetenzverteilung durch die Länder in Form von Landesgesetzen umgesetzt werden müssen. Das ist bislang nicht erfolgt. Rund 600.000 Haushalten in ganz Österreich beziehen ihre Wärme aus der Ölheizung. Viele Betroffene verfügen nicht über die finanziellen Mittel einen Energieträgerwechsel in der Höhe von mindestens 20.000, - EUR zu finanzieren. Daher werden entsprechende Verbote nur mit langen Übergangsfristen und großzügigen Ausnahmeregeln möglich sein. Ebenso muss festgehalten werden, dass das Ziel der Einschränkungen nicht die Technologie des Ölkessels, sondern die Verwendung von fossilem Heizöl ist.

HÄUFIGE FRAGEN ZUM ANGEDROHTEN ÖLHEIZUNGSVERBOT


Welche Einschränkungen gelten im Bestand und im Neubau?

Aktuell ist nur der Einbau von Ölkesseln, die mit fossilem Heizöl betrieben werden, im Neubau verboten - in Wien und Tirol auch bei einer größeren Renovierung (wenn also mehr als 25% der Gebäudehülle renoviert werden). Es ist aber derzeit nicht absehbar, wie die Bundesländer den Austausch eines Ölkessels auf ein alternatives erneuerbares Heizsystem gestalten werden beziehungsweise welchen Stufenplan die Länder für den Ausstieg aus der Ölheizung vorsehen.


Meine Ölheizung ist sehr alt. Was ist zu tun?

Wenn Sie noch mit einem älteren Ölkessel heizen und bei diesem effizienten und betriebs-freundlichen Heizsystem bleiben wollen, sollten Sie ehestmöglich einen Austausch auf ein neues Öl-Brennwertgerät planen, welches Sie in Zukunft mit synthetischen Flüssig-Brennstoffen aus erneuerbaren Quellen betreiben können. Sie können Ihren Kessel auf jeden Fall weiterhin auf moderne Öl-Brennwerttechnik umrüsten.


Gibt es spezielle Kessel für den Einsatz von XtL? 

Grundsätzlich können synthetische Flüssig-Brennstoffen aus erneuerbaren Quellen (XtL) ohne größere Aufwände in jeden bestehenden Ölkessel eingefüllt werden. Dies wurde auch im Rahmen eines IWO Pilotprojektes bestätigt. Außerdem gibt es bereits Ölkessel am Markt, bei denen die Verwendung von XtL explizit ausgelobt wird.


Was ist der Fahrplan der Mineralölwirtschaft?

Die Mineralölwirtschaft bekennt sich seit der Unterzeichnung des Pariser Klimaschutzabkommens zur Einhaltung der Klimaschutzziele. Von 2009-2019 wurde der Austausch von alten Ölkesseln auf Öl-Brennwertgeräte gefördert. Durch die Effizienzsteigerung konnte so eine beachtliche CO2-Emissions-Reduktion erreicht werden. Um die Versorgungssicherheit in Zukunft zu garantieren, widmet sich die Mineralölwirtschaft der Entwicklung von synthetischen Brennstoffen aus erneuerbaren Quellen.


Wie setzt sich das IWO für Ölheizungen ein?

Das IWO, als Interessenvertretung für flüssige Energie, bemüht sich, dass wirtschaftliche und technische Ausnahmefälle in die rechtlichen Regelungen aufgenommen und soziale Härtefälle berücksichtigt werden.


Fuel Evolution: Der Transitionsprozess

Die Mineralölwirtschaft arbeitet europaweit intensiv an der Herstellung von synthetischen Flüssig-Brennstoffen aus erneuerbaren Quellen, sogenanntem XtL (= X-to-Liquid). Die Brennstoff-Evolution verbindet Energieeffizienz mit Nachhaltigkeit. Breits mit dem Umstieg auf ein Öl-Brennwertgerät (Schritt 1) und der Ergänzung durch erneuerbare Energieträger (Schritt 2) lässt sich der Brennstoff-Verbrauch, und somit die Emissionen, drastisch reduzieren. Der Einsatz von Flüssig-Brennstoffen aus erneuerbaren Quellen steht unmittelbar bevor (Schritt 3).


„Innovation Flüssige Energie“ - Pilotprojekt revolutioniert den Energiemarkt

Unter dem Projektnamen „Innovation Flüssige Energie“ errichtet IWO Österreich gemeinsam mit der Grazer AVL List GmbH einer Power-to-Liquid-(PtL)-Anlage zur Erzeugung synthetischer Brenn- und Kraftstoffe aus rein erneuerbaren Quellen. Bei dem Projekt handelt es sich um Europas innovativste Anlage mit dem Ziel einen CO2-neutralen Energieträger aus elektrischer Energie in Verbindung mit einer Kohlenstoffquelle zu produzieren. Das Projekt bedient sich an dem saisonalen Ökostromüberschuss, der jährlich in Österreich produziert wird. Die von IWO und AVL projektierte PtL-Anlage soll bereits im Jahr 2022 den Testbetrieb aufnehmen. Eine flächendeckende Belieferung mit dem neuen Brennstoff wird erst in einigen Jahren möglich sein.

Mit diesem Innovationsprojekt leistet IWO gemeinsam mit den Ölheizungsbesitzern in Zukunft einen substanziellen Beitrag zur Bewältigung der Energiewende. Der große Vorteil synthetischer Brenn- und Kraftstoffe liegt darin, dass die energetische Nutzung im Gegensatz zu fossilen Energieträgern CO2-neutral erfolgt. Somit wird eine massive Reduktion von Treibhausgasemissionen erreicht, ohne dabei auf die herkömmliche Ölheizungsanlage verzichten zu müssen, denn: eine Umrüstung bestehender Infrastruktur ist für die Verwendung nicht nötig.

Quelle: IWO Österreich, www.iwo-austria.at
Die Zukunftsstrategie des Energiehandels wird hier für Sie erläutert
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