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USA verkünden Embargo für russisches Öl

In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind die Heizölpreise im Vortagesvergleich erneut um durchschnittlich 7,35 Cent gestiegen. Die USA haben ein Embargo gegen russisches Öl angekündigt. Die OPEC+ hält es bei den aktuellen globalen Rohölreserven nicht für möglich den Wegfall russischen Öls auf dem Weltmarkt zu kompensieren.

Der neuste massive Aufwärtsschwung der Ölpreise wurde durch die Ankündigung der USA, russisches Rohöl mit einem Embargo zu belegen, ausgelöst. Während die USA nur einen geringen Teil ihres Bedarfs mit russischem Öl decken, wird damit allerdings bestätigt was der Markt bisher befürchtet hat und die Preise steigen. Europa wird vorerst nicht mit den direkten Sanktionen gegen russisches Öl mitziehen, wobei Großbritannien ankündigte sich den Sanktionen bis Ende des Jahres anzuschließen. Die EU dagegen ist zu abhängig von den russischen Importen und will seine derzeitige Abhängigkeit bis Jahresende um zwei Drittel reduzieren. Da Russland wiederum angekündigt hatte ggf. die Gas- und Öllieferungen nach Europa einzuschränken oder gar auszusetzen und das zu einem Zeitpunkt, zu dem die EU nicht auf die kritischen Rohstoffe verzichten kann, trieb die Preise zusätzlich nach oben. Auf der anderen Seite wird bereits jetzt in den letzten Wochen kaum noch russisches Öl von in Europa anbietenden Händlern gekauft, weil die sich derzeitig entwickelnde Situation befürchtet wurde.

Seitens der OPEC+ gibt es ebenfalls keine guten Neuigkeiten. Der Generalsekretär der OPEC gab an, dass es auf der Welt aktuell nicht genug Reservekapazität gibt, um den Wegfall von täglich durchschnittlich 7 Mio. Barrel russischen Öls zu kompensieren. Der Frage ob die OPEC ihre Förderquoten erhöhen könnte und die aktuellen Beschränkungen sofort aufzuheben, wich er dagegen aus. Analysten ging bereits vor Wochen davon aus, dass die OPEC+ gar nicht in der Lage ist kurzfristig zum Stand vor der Coronakrise zurückzukehren und aktuell ca. 900.000 B/T hinter den eigenen Förderquoten liegt.

In der D-A-CH-Region sind die Heizölpreise im Vortagesvergleich erneut stark bis sehr stark gestiegen. In Deutschland trifft es Käufer aktuell am härtesten. Durchschnittlich 12,15 Cent mehr pro Liter Heizöl muss hier gezahlt werden. In Österreich zahlen Interessenten aktuell im Schnitt 5 Cent mehr pro Liter Heizöl. 

Die Nachfrage wächst trotz der stetig neuen Rekordpreise weiterhin. Im Vortagesvergleich stieg sie um ca. 10%. Da der Preisspirale noch kein abzusehen, die Temperaturen weiterhin niedrig sind und sich die Preise zukünftig ggf. auf einem höheren Niveau als dem aktuellen für den Rest des Jahres einpegeln werden, treiben weiterhin die Heizölkäufer zum Kauf. Einzige Hoffnung ist, dass die Warme Jahreszeit die Preise wieder drücken wird, aufgrund des potentiell längerfristigen Wegfalls russischen Öls auf dem heimischen Markt, wird diese Entspannung wahrscheinlich gering ausfallen.


Börsendaten:
Mittwoch 09.03.2022 - 10:58 Uhr Schluss Vortag 08.03.2022 Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 127,34 $ pro Barrel 129,47 $ pro Barrel -1,65%
Gasöl 1.619,00 $ pro Tonne 1.558,25 $ pro Tonne +3,90%
Euro/Dollar 1,0966 $ 1,0902 $ +0,59% (etwas fester)
USD/CHF 0,9279 CHF 0,9284 CHF -0,05% (konstant)



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