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Sinkende irakische Rohölexporte stützen den Heizölpreis

In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind die Heizölpreise im Vortagesvergleich um durchschnittlich 0,3 Cent gestiegen. Der Bericht des irakischen Ölministeriums für die Exporte des Landes im Januar 2022 zeigt einen Rückgang der Exporte an. Der Ölmarkt wartet mit Spannung auf die Erkenntnisse aus dem heutigen Bericht des DOE und des OPEC+ Meetings.

Preistreibende Neuigkeiten für den Ölpreis kommen aus dem Irak. Das dortige Ölministerium gab in seinem Bericht bekannt, dass die Ölexporte des Landes im Januar 2022 verglichen mit dem Dezember 2021 um ca. zwei Prozent gesunken sind. Besonders betroffen waren Exporte über die Kirkuk-Ceyhan-Pipeline, bei der es im vergangenen Monat eine Explosion gab und in der Folge ca. sechs Prozent weniger Öl über die Pipeline exportiert wurde. Der Irak, als drittgrößter Ölproduzent der OPEC+, hätte im Januar ca. 4,28 Mio. B/T Rohöl fördern dürfen. Laut Bericht wurden nur ca. 3,20 Mio. B/T exportiert. Da der Bericht einige Informationen auslässt, z. B. wie viel Rohöl im Land selbst genutzt wurde, wird erst der OPEC+ Bericht genauen Aufschluss darüber geben, ob der Irak eine stagnierende oder gar rückläufige Rohölproduktion im Januar 2022 aufwies.

Mit Interesse wartet der Ölmarkt auf die Resultate des OPEC+ Meetings und den für heute Nachmittag erwarteten Bericht des US-amerikanischen Department of Energy (DOE). Sollte die OPEC+ ihre bisherige Strategie beibehalten, rechnet der Markt damit, dass es keinen signifikanten Einfluss auf die Ölpreise haben wird. Hintergrund ist, dass der Produzentenbündnis bereits häufiger die selbst gesteckten Förderquotenanpassungen in den letzten Monaten verfehlt hat. Spannend wäre es allerdings, wenn das Bündnis die Förderquoten noch weiter anhebt und seinen Schwergewichten wie Saudi-Arabien höhere Quoten einräumt. Der DOE Bericht wird aufgrund des gestern Nacht veröffentlichten Berichts des US American Petroleum Institute (API) mit Spannung erwartet. Der Bericht des API enthielt einige preistreibende und einige preissenkende Informationen, die der Markt nicht erwartet hat. Preistreibend war, dass das API von Abbauten bei den Rohölbeständen von 1,6 Mio. Barrel ausgeht. Der Ölmarkt hatte stattdessen mit Aufbauten von 1,1 Mio. Barrel gerechnet. Besonders im Zentrallager in Cushing gibt das API-Abbauten in Höhe von 1 Mio. Barrel an. Sollten die Bestände im Zentrallager unter 30 Mio. Barrel sinken, könnte dies den regulären Betrieb in Mitleidenschaft ziehen. Preissenkend waren dagegen die mit 5,8 Mio. Barrel fast dreimal so hoch wie vom Markt erwarteten Aufbauten beim Benzin.

In der D-A-CH-Region starten die Heizölpreise im Vortagesvergleich größtenteils neutral in den Tag. Im Durchschnitt änderte sich der Heizölpreis pro Liter in der Schweiz und in Österreich nicht. In Deutschland dagegen gab es einen starken Aufschlag von im Schnitt 0,95 Cent pro Liter Heizöl.

Die Nachfrage lag am gestrigen Dienstag ca. 10% über der vom Vortag. Hintergrund war hier vor allem der kurzeitige Preisverfall in Deutschland. Leider hat sich der Kaufpreis bereits heute früh fast wieder zu seinem Jahreshoch vom 31.01.2022 aufgeschwungen. Interessant für Heizölkunden könnten die Erkenntnisse aus dem heutigen OPEC+-Meeting und den Berichtsdaten des DOE werden. 

Börsendaten:

Mittwoch 02.02.2022 - 10:17 Uhr Schluss Vortag 01.02.2022 Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 89,48 $ pro Barrel 89,32 $ pro Barrel +0,18%
Gasöl 806,75 $ pro Tonne 804,75 $ pro Tonne +0,25%
Euro/Dollar 1,1287 $ 1,1269 $ +0,16% (konstant)
USD/CHF 0,9214 CHF 0,9207 CHF +0,08% (konstant)

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