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Heizölpreis: Kommt der Abwärtstrend?

Im Vortagesvergleich sind die Heizölpreise in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Durchschnitt um 0,35 Cent bzw. Rappen gesunken. Die USA behaupten, dass Russland mehr Truppen an die ukrainische Grenze verlegt habe. Ein positiver Abschluss der Verhandlungen zum Atomabkommen zwischen den USA und dem Iran scheint innerhalb weniger Tage möglich zu sein.

Nachdem es gestern Ankündigungen seitens Russlands gab Truppen aus der Region der ukrainischen Grenze abzuziehen, behaupteten die USA gestern, dass in Realität 7.000 zusätzliche Soldaten nahe der Grenze stationiert wurden. Während die russische Ankündigung für eine leichte Preissenkung sorgte, zogen die Rohölpreise im Zuge des US-amerikanischen Berichtes wieder an. Noch ist diese Preissteigerung nicht bei den regionalen Heizölpreisen angekommen. Die Behauptungen sowohl der USA als auch Russlands sind bisher unbestätigt, so dass sich kein Trend beim Rohölpreis durchsetzt.

Positiv, weil preissenkend, könnten sich spontan die Verhandlungen zum Atomabkommen zwischen dem Iran und den USA erweisen. So heißt es einerseits gestern aus Frankreich, dass eine Einigung innerhalb von wenigen Tagen möglich sei. Viel interessanter ist andererseits, dass der Iran wieder Kontakt zu seinen alten Rohölabnehmer aufnimmt, um neue Handelsbeziehungen für Rohöl zu besprechen. Es scheint auf beiden Seiten der Verhandlungen nun erstmals eine starke Positive Haltung zu geben. Sollten die Verhandlungen tatsächlich kurzfristig erfolgreich abgeschlossen werden, so rechnen Experten bis Jahresende mit zusätzlichen 900.000 bis 1,3 Mio. iranischem Rohöl auf dem Weltmarkt. Dies würde die globalen Preise voraussichtlich deutlich entspannen durch das zusätzliche Angebot. Da es auch Spannungen zwischen dem Iran und einigen Ländern der OPEC+ gibt, könnte es auch wieder zu mehr Preiswettbewerb kommen. Dies ist für die Rohöl produzierenden Länder meist nicht optimal, für deren Abnehmer allerdings bedeutet es tendenziell niedrigere Preise.

In der D-A-CH-Region starten wir teils neutral und teils mit deutlichen Preisnachlässen zum Vortag in den Vormittag. Während der Heizölpreis im Vortagesvergleich in der Schweiz bisher stabil geblieben ist, sank er in Österreich um durchschnittlich minimale 0,05 Cent. In Deutschland dagegen können sich Heizölinteressenten auf einen Preisrückgang von im Schnitt 0,95 Cent pro Liter freuen. Zusammen mit dem bereits deutlichen Rückgang von gestern, wird ein Heizölkauf für deutsche Abnehmer damit wieder sehr interessant.

Auf Seiten der Nachfrage war der gestrige Mittwoch ruhig. Verglichen mit Dienstag sank die Nachfrage erneut um ca. 5%. Abzuwarten bleibt nun ob die Heizölinteressenten die Gunst der Stunde nutzen und die niedrigen Preise mitnehmen oder auf das Einsetzen eines Abwärtstrends hoffen, um den aktuellen Jahreshöchstpreisen zu entkommen. Dafür spricht, dass eine Einigung zwischen den USA und dem Iran zum Atomabkommen in greifbare nähe gerückt zu sein scheint. Eine tatsächliche bestätigte Einigung würde die Heizölpreise sehr nach unten drücken. Dem gegenüber steht eine mögliche Eskalation des Ukraine-Konfliktes, welcher die Versorgungssicherheit in Europa massiv gefährden und damit die Preise deutlich nach oben treiben würde. Bester Fall für uns Heizölkonsumenten wäre eine Entspannung in der Ukraine und ein positiver Abschluss der Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA. 

Börsendaten:

Donnerstag 17.02.2022 - 10:32 Uhr Schluss Vortag 16.02.2022 Veränderung zum Vortag
Rohöl Brent Crude 93,60 $ pro Barrel 92,05 $ pro Barrel +1,68%
Gasöl 818,25 $ pro Tonne 804,50 $ pro Tonne +1,71%
Euro/Dollar 1,1355 $ 1,1375 $ -0,18% (konstant)
USD/CHF 0,9214 CHF 0,9215 CHF -0,01% (konstant)



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