Der gestrige Handelstag startete mit wenig Bewegung aufgrund fehlender Neuigkeiten zu relevanten Themen wie der Eurokrise, dem Irankonflikt oder den Ausschreitungen in Syrien. Erst zum Mittag gab es Neuigkeiten zum Eurorettungsschirm, die der Gemeinschäftswährung kräftig Auftrieb verliehen und in der Folge auch den Ölmarkt leicht beflügelten. Erste Widerstände wurden getestet, konnten aber nicht durchbrochen werden. Der Handel wartete auf die aktuellen Bestandszahlen des Department of Energy (DOE) welche um 16:30 Uhr MEZ bekanntgegeben wurden. Im Einzelnen wurden folgende Veränderungen zur Vorwoche gemeldet:
- Rohöl: hoher Aufbau (+2,7 Mio Barrel)
- Destillate (Heizöl, Diesel): mäßiger Aufbau (+1,7 Mio Barrel)
- Benzin: sehr hoher Aufbbau (+4,1 Mio Barrel)
Wie auch schon die Daten des API vom Vortag, wurden die DOE-Werte klar bearish interpretiert und sorgten für einen rasanten Kursverlust der Ölnotierungen. Am Nachmittag und frühen Abend zeigten sich jedoch die US-Aktienmärkte sehr stabil, stoppten den bearishen Impuls und zogen die Ölmärkte mit ins Plus.
Heizölverbraucher in Österreich haben es momentan nicht leicht, den Markt richtig einzuschätzen und eine gute Kaufentscheidung zu treffen. Das unklare Marktgeschehen ist im Handel stark spürbar. Die Umsätze sind massiv zurückgegangen und bis zu einem Preis- oder Wettereinbruch wird die Auftragslage dünn bleiben. Grund zur Freude, für diejenigen, die kurzfristig Heizöl brauchen, denn die Lieferfristen werden nach dem Ansturm Ende Juni langsam wieder kürzer.
Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 104 $, Gasöl ca. 896 $ / t
Euro/US Dollar: ca. 1,215 (fester)
Franken/US Dollar: ca. 1,010 (fester)
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© interaid GmbH 26.07.2012
Eintrag vom: 26.7.2012