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Heizölpreise fallen etwas

Grund zum Aufatmen sind die leicht fallenden Preise aber leider noch nicht. Im Vergleich zum bisher günstigsten Jahrespreis im Juni ist das Niveau aktuell immernoch gut 9 % höher.

Momentan werden die geopolitischen Themen wie die Unruhen in Syrien und der Irankonflikt von der Eurokrise in den Hintergrund gedrängt und können ihren bullishen Einfluss nicht ausweiten. Dafür zieht die Eurokrise den gesamten Aktienmarkt ins Minus. Größtes Sorgenkind bleibt Griechenland und ein Austritt aus der EU wird immer wahrscheinlicher. Neben Griechenland macht auch Spanien stetig negativ Schlagzeilen in Bezug auf die Landesfinanzen und eine Inanspruchnahme des EU-Rettungsschirms wird ebenfalls immer wahrscheinlicher. Finanzexperten befürchten, dass die benötigten Geldmengen aus dem  Rettungsschirm für Spanien so groß sein könnten, dass dieser komplett ausgeschöpft wird und keine Gelder mehr übrig bleiben um ggf. erneute Hilfestellung für Griechenland zu leisten. Dabei darf vor allem nicht aus den Augen verloren werden, dass Griechenland und Spanien ja nicht die einzigen EU-Staaten sind, die in finanziellen Nöten stecken. Portugal, Italien und Irland haben ebenfalls angekündigt, dass es um deren Finanzen nicht sehr gut steht, auch wenn es dazu aktuell keine neuen Meldungen gibt.

Man könnte dieses Szenario immer weiterspinnen, aber eine eindeutige Prognose kann man daraus dennoch nicht ableiten, da der Austritt eines Landes aus einer Währungsgemeinschaft für alle Beteiligten Neuland ist. Fest steht jedoch, dass sich die Konjunkturaussichten sowohl für die einzelnen betroffenen Länder aber auch für die gesamte EU drastisch verschlechtern. Daraus folgen die fallenden Kurse an den Aktienmärkten und auch an den Rohstoffbörsen. Für Heizölkunden erst einmal gar nicht so schlecht. Allerdings könnten die Auswirkungen einer erneuten globalen Finanzkrise wesentlich verheerender sein als Ende 2008 und dann wäre der Preis für eine günstige Heizöllieferung auf lange Sicht doch sehr hoch.

Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 104 $, Gasöl ca. 896 $ / t
Euro/US Dollar: ca. 1,212 (etwas fester)
Franken/US Dollar: ca. 1,009 (etwas fester)
alle Angaben ohne Gewähr

© interaid GmbH 24.07.2012

 

Eintrag vom: 24.7.2012

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