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Heizöl: Preisanstieg hat Nachfrage abgewürgt!

Die Heizölpreise in Österreich bewegen sich heute kaum und verharren auf dem unbefriedigenden Niveau des Vortags. Nach dem steilen Anstieg zum Monatswechsel liefert der Weltmarkt kaum noch Impulse in Form von Kursbewegungen. Ölpreis und Euro entwickeln sich im Gleichschritt leicht rückläufig, ohne dass es Heizölhändlern und -verbrauchern weiterhilft. Der gestern veröffentlichte EIA Monatsbericht, kündet von einer leicht sinkenden weltweiten Ölnachfrage. Gleichzeitig geht das OPEC-Angebot durch weniger iranisches Öl zurück. Die API-Bestandsdaten zeigten ein ausgeglichenes Bild mit leichten Rückgängen bei Rohöl und Mitteldestillaten (Heizöl/Diesel) und Aufbauten bei Benzin. Hier gilt es abzuwarten, wie die für gewöhnlich mehr beachteten DOE-Daten zu den US-Lagerbeständen heute Nachmittag ausfallen. Insgesamt ist die Meldungslage damit neutral bis leicht bearish. Der Ölarbeiterstreik in Norwegen ist kein Thema mehr.

Das Gesetzgebungsverfahren zum Eurorettungsschirm (ESM) hängt beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Bis zu einem endgültigen Urteil kann es noch Monate dauern. Der Euro wird hierdurch weiter belastet.

Die Inlandsnachfrage nach Heizöl ist im Vergleich zum sehr starken Juni zurückgegangen. Der Preisanstieg innerhalb von wenigen Tagen war zu viel. Wer noch keinen Vorrat für den kommenden Winter geordert hat, wartet nun wieder ab. Der Heizölmarkt ist in Abhängigkeit zu den Börsenpreisen extrem schnellebig geworden. Jahreszeit und Witterung spielen kaum noch eine Rolle beim Verbraucherverhalten. Großhandel und Transportwesen stehen beim Heizöl vor neuen Herausforderungen, denn die Lagerhaltung ist teuer und die Nachfrage ist kaum prognostizierbar. Verbraucher müssen zwar keine Lieferausfälle fürchten, Angebot und Nachfrage auf dem Heimatmarkt werden aber zunehmend preisrelevant. In Zeiten hoher Nachfrage verknappt sich das Heizölangebot rasch, was zu steigenden Preisen führt. Bis die „Knappheitsprämie“, die aktuell noch mit bis zu zwei Cent je Liter Heizöl zu Buche schlägt, vollständig abgebaut ist kann es eine Weile dauern. .

Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 98,80 $, Gasöl ca. 875 $ / t
Euro/US Dollar: ca. 1,225 (leichter)
Franken/US Dollar: ca. 1,021 (leichter)
alle Angaben ohne Gewähr

© interaid GmbH 11.07.2012
 

Eintrag vom: 7.11.2012

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