Zu heute ändern sich die Heizölpreise in Österreich und der Schweiz kaum. Die Ereignisse des gestrigen Tages konnten keine größere Wirkung erzielen, reichten jedoch aus, um die Ölbörsen mit einem leichten Plus aus dem Handel gehen zu lassen.
Das gestrige Treffen der sogenannten 5+1-Gruppe in Moskau konnte keine Einigung in der Atomdebatte mit dem Iran herbeiführen. Beide Parteien warten darauf, dass die andere Seite ein akzeptables Angebot offeriert und den ersten Schritt macht. Am 3. Juli steht der nächste Verhandlungstermin an, allerdings ist dieser eher technisch geprägt und wird ebenfalls keine Ende der Krise aufzeigen. Derweil prüfen Israel und die USA welche militärischen Optionen bestehen im Kampf gegen den Iran. Die Krise könnte sich dadurch wieder etwas mehr zuspitzen und in der Folge muss dann wieder stärker damit gerechnet werden, dass Risikoprämien in den Ölpreis einfließen.
Beim G20-Gipfel in Los Cabos stehen die Entwicklungen in Europa im Fokus. Die Teilnehmerländer außerhalb der EU fordern eine schnelle Lösung der Krise um nicht auch andere Länder außerhalb der EU in Mitleidenschaft zu ziehen. Die europäischen Teilnehmer werden dazu Ende der kommenden Woche über die Errichtung einer europäischen Bankenaufsicht beraten und erste konkrete Schritte einleiten. Für die europäische Gemeinschaftswährung bedeutete dies ein Plus und ein erneuter Sprung über die 1,27-Marke.
Für heute Nachmittag steht das turnusgemäße Treffen der FED an. Bereits im Vorfeld wird über den Ausgang des Treffens und deren Inhalt spekuliert, was den Dollar unter Druck setzt und den Euro im Gegenzug beflügelt.
Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 95,10 $, Gasöl ca. 843 $ / t
Euro/US Dollar: ca. 1,268 (fester)
Franken/US Dollar: ca. 1,055 (fester)
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© interaid GmbH 20.06.2012
Eintrag vom: 20.6.2012