Griechenland hat gewählt und der politische Weg für einen Verbleib im Euro ist frei. Konservative und gemäßigte Linke, die das Sparpaket unterstützen, haben eine Mehrheit. An den Finanzmärkten sorgt das Wahlergebnis für Erleichterung und lässt die Kurse auf breiter Front steigen. Ob die Börseneuphorie ähnlich schnell verpufft, wie nach dem Gang Spaniens unter den Rettungsschirm am letzten Montag, oder ob die Stabilisierung diesmal länger als einen halben Tag hält, muss sich nun zeigen. Nach sehr fester Eröffnung zeigen sich Öl- und Aktienbörsen kurz nach Börsenstart bereits wieder mit fallender Tendenz. Auch der Euro, der am Morgen die Marke von 1,27 US-Dollar übersprungen hatte kann dieses Niveau nicht halten. Um 10:30 Uhr sind für einen Euro 1,263 zu bezahlen.
Auf die Heizölpreise im Inland hat das aktuelle Börsengeschehen kaum Einfluss. Da Ölpreis und Euro parallel schwanken, bleiben die Notierungen in nahezu konstant.
Insgesamt ist davon auszugehen, dass die Stimmung an den Börsen nervös bleibt. Mit dem Ausgang der Griechenland-Wahl wurde lediglich die große Katastrophe vermieden. Die wachsende Verunsicherung schlägt sich zunehmend in den Stimmungsbarometern nieder. Große Bedeutung wird in diesem Zusammenhang der ZEW-Konjunkturerwartung am morgigen Dienstag und dem ifo-Geschäftsklimaindex am Freitag zukommen. Bereits am Freitag gab es Daten, die auf eine Verschlechterung des konjunkturellen Umfelds in den USA schließen lassen.
Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 97,70 $, Gasöl ca. 852 $ / t
Euro/US Dollar: ca. 1,264 (nahezu unveränd.)
Franken/US Dollar: ca. 1,052 (nahezu unveränd.)
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© interaid GmbH 18.06.2012
Eintrag vom: 18.6.2012