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Heizölpreise: Ruhe vor dem Sturm?

Im Vorfeld der Griechenlandwahlen am Wochenende und der heute beginnenden OPEC-Sitzung zeigen sich die Börsen sichtbar abwartend. Der Ölpreis tendiert etwas weicher. Die etwas zurückgegangenen US-Lagerbestände konnten den Preis gestern nur kurzzeitig stützen. Im Einzelnen gab das Department of Energy (DOE) gestern um 16:30 Uhr folgende Daten bekannt:

  • Rohöl: kaum verändert (- 0,2 Mio Barrel)
  • Destillate (Heizöl, Diesel): kaum verändert (- 0,1 Mio Barrel)
  • Benzin: leichter Abbau (- 1,7 Mio Barrel)

Überraschend gut behaupten kann sich dagegen der Euro. Die Gemeinschaftswährung steigt am Vormittag auf einen Gegenwert von 1,258 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit Bekanntwerden der spanischen Rettungsschirmaktivitäten am Montag.

Die Inlandspreise für Heizöl tendieren etwas weicher und nähern sich dem bisherigen Jahrestief vom 4. Juni an. Die Abwärtsbewegung hat sich in den letzten Tagen spürbar verlangsamt. Dies liegt zum einen an der deutlich gestiegenen Nachfrage, zum anderen an den sich stabilisierenden Weltmarktpreisen.

Aufgrund der großen Nervosität kann es heute durchaus zu größeren Kursausschlägen kommen. Das diese richtungsweisend für die Ölpreise der kommenden Tage und Wochen sind ist allerdings zu bezweifeln. Beim Ölpreis gilt es das OPEC-Meeting abzuwarten, beim Euro die Griechenlandwahl. Der kommende Montag wird es in Bezug auf die Börsenkurse also in sich haben. Dann sollte sich entscheiden, ob wir einen neuen Kursrutsch an den Börsen sehen, oder ob die Hoffnung auf eine Rückkehr auf den Wachstumspfad überwiegt. Rund um den Globus fürchtet man eine neue Weltwirtschaftskrise, falls Griechenland einen Euroaustritt „wählt“. U.a. die USA sehen ein solches Szenario als Anfang vom Ende der gesamten Eurozone.

Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 97,20 $, Gasöl ca. 842 $ / t
Euro/US Dollar: ca. 1,257 (fester)
Franken/US Dollar: ca. 1,047 (fester)
alle Angaben ohne Gewähr

Tagestipp: Neues Jahrestief beim Heizölpreis oder Trendwende nach oben? Diese Woche wird sich kaum Entscheidendes tun. Aber der Montag wird extrem spannend: Dann wissen wir, was die Griechenlandwahl und das OPEC-Treffen gebracht haben.© interaid GmbH 14.06.2012
 

Eintrag vom: 14.6.2012

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