Mit den Heizölpreisen in Österreich geht es auch heute weiter nach oben. Verbraucher müssen mit Preisaufschlägen von durchschnittlich einem Cent je Liter rechnen. Keine guten Zeiten für Verbraucher, die angesichts der Außentemperaturen gezwungen sind zu tanken, egal was es kostet.
In Österreich ist der Nachholeffekt bei den Heizölbestellungen nicht ganz so groß, da besonders im höheren Bergland auch der Dezember und Januar bereits kalt waren. Die Nachfrage entwickelte sich konstant. Der Heizölpreis ist daher etwas weniger überhitzt.
Neben der Kältewelle macht sich auch der gestiegene Ölpreis am Weltmarkt bemerkbar. Die Tonne Gasöl (Börsenwert für Heizöl und Diesel) hat sich von 950 Dollar am letzten Donnerstag auf aktuell 991 Dollar verteuert. Ein Überspringen der 1000er-Marke würde hier wahrscheinlich für eine Verstärkung des Aufwärtstrends sorgen. Der Euro sorgt dagegen für eine Entlastung der inländischen Heizölpreise. Er kann sich nach seinem gestrigen Schwächeanfall erholen. Für einen Euro sind aktuell wieder 1,313 US-Dollar zu bezahlen. Gestern war am Rande der Querelen um die Griechenlandrettung kurzzeitig sogar die 1,30er-Marke in Gefahr.
Wie es mit den Heizölpreisen weiter geht, ist in etwa zu gleichen Teilen vom Weltmarkt und von der Wetterentwicklung im Inland abhängig. Bereits jetzt ist absehbar, dass es selbst bei einsetzender Milderung einige Zeit dauern wird, bis sich das Marktgefüge normalisiert.
Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 115,80 $, Gasöl ca. 991 $ / t
Euro/US Dollar: ca. 1,313 (deutlich fester)
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© interaid GmbH 07.02.2012
Eintrag vom: 2.7.2012