Volksabstimmung, oder lieber nicht, Rücktritt ja oder nein? Wer die aktuellen Nachrichten zur Eurozone verfolgen will, hat kaum Zeit für eine Pause. Nahezu stündlich gibt es unterschiedliche Signale aus Griechenland. Wäre die Lage nicht so kritisch, könnte man zu dieser Leistung nur gratulieren. Mit einem Beitrag von einem Prozent zur weltweiten Wirtschaftsleistung gefühlte 90 % der Schlagzeilen zu bestimmen, ist rekordverdächtig. Bedauern möchte man dagegen die versammelte Politprominenz auf dem G20-Gipfel in Cannes, die alle Hände voll zu tun hat, Ruhe in das Geschehen zu bringen.
Ablesen kann man das aktuelle Meldungs-Hickhack sehr schön am DAX. Mit Kursen zwischen 6304 und 5816 Punkten betrug die Handelsspanne allein in der laufenden Woche fast 500 Punkte. Der Euro war mit Werten zwischen 1,417 und 1,364 € / US-$ ebenso heftigen Turbulenzen ausgesetzt. Hier kam gestern noch eine überraschende Leitzinssenkung der EZB dazu. Der Ölpreis war ebenfalls recht deutlichen Schwankungen unterworfen. Ein Barrel Nordseeöl (Brent Crude) kostete im Wochenverlauf zwischen 106,20 und 111,40 $. Der Preis für eine Tonne Gasöl (Börsenwert für Heizöl und Diesel) pendelte zwischen 938 und 965 $ und zeigte damit die geringste Schwankungsanfälligkeit. Hier wird deutlich, dass es sich um ein reales Produkt handelt, das aktuell stark nachgefragt wird. Diesel für den Transportsektor und die Heizperiode auf der Nordhalbkugel halten die Nachfrage weltweit hoch. Gasöl ist daher aktuell so etwas wie der Fels in der Brandung im unruhigen Börsenmeer.
Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 111,10 $, Gasöl ca. 962 $ / t
Euro/US Dollar: ca. 1,380 (fester)
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© interaid GmbH 04.11.2011
Eintrag vom: 11.4.2011