Nach ihrem Höhenflug zum Ende der Vorwoche sind die Ölpreise etwas leichter in den Montagshandel an der Börse gestartet. Bereits am Freitagnachmittag verpassten neue Daten zum US-Arbeitsmarkt den Konjunkturaussichten einen herben Dämpfer. Besonders die Aktienkurse gaben nach Datenbekanntgabe ruckartig nach. Des Weiteren hat der Eintritt Italiens in den Kreis der von Zahlungsunfähigkeit bedrohten Euro-Länder am Wochenende für neue Unsicherheit gesorgt. Letzteres belastet aber nicht nur den Ölpreis, sondern auch den Kurs des Euros, wodurch sich für Heizölkunden in Österreich ein Nullsummenspiel ergibt. Die sinkenden Ölpreise kommen durch den verschlechterten Wechselkurs nicht auf dem Inlandsmarkt an.
Ob und wie schnell bessere Heizölpreise an den Markt zurückkehren ist fraglich. Experten rechnen damit, dass der Ölpreis sich auf dem erreichten Niveau einpendelt. Das wohl größte Fragezeichen steht aktuell hinter dem Wechselkurs des Euros. Vor einem Absturz ist dieser in erster Linie dadurch geschützt, dass auch dem US-Dollar gewaltige Stabilitätsprobleme bescheinigt werden. Die Heizölpreise sehen wir aktuell am oberen Rand der seit Mai vorherrschenden Preisspanne. Ob wir in den nächsten Tagen einen Angriff auf die alten Preishochs aus dem April sehen, oder ob der Ölpreis genauso schnell wieder sinkt, wie er in der Vorwoche gestiegen ist, wird die spannende Frage für die nächsten Tage sein. Die Börse befindet sich im Spannungsfeld zwischen steigendem weltweitem Ölverbrauch und den Sorgen vor einem massiven Konjunktureinbruch durch die ungelöste Staatsschuldenproblematik.
Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 117,00 $, Gasöl ca. 960 $ / t
Aktuelle Heizölpreise in Österreich ca. + 0,20 € / 100 l gegenüber gestern.
Euro/US Dollar: ca. 1,4123 (leichter)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis seitwärts
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise seitwärts
alle Angaben ohne Gewähr
Tagestipp: Der Ölmarkt ist in den letzten Wochen deutlich volatiler geworden. Die Unsicherheit, ob die Ölnachfrage weiter steigt, oder eine neue Wirtschaftskrise heraufzieht, spaltet die Gemüter der Börsianer. Durch die starken Kursschwankungen bei Öl und Euro müssen Heizölkunden aktuell sehr genau darauf achten, an welchen Tagen sie Heizöl bestellen oder nicht. © interaid GmbH 11.07.2011
Eintrag vom: 7.11.2011